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athmen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Athmen v., ntr., trs., rec.

Bd. 1, Sp. 215a
Athmen, v. I) ntr. mit haben, die zum Leben nöthige Luft durch die Luftröhre einsaugen und wieder ausstoßen, und dabei die Brust wechfelsweise erweitern und verengern. »Wie pocht mir das Herz! Es ist mir so zusammengepreßt, daß ich kaum athmen kann.« Weiße. Ir Busen athmet schwer von pressendem Verlangen. Wieland. Uneigentlich. 1) Sanft wehen. Dort athmet bänger Die Abendluft. Tiedge. 2) Duften. — und Rosengedüft — athmete ringsum. Voß. 3) Leben. Orestes athmet noch, und wünschte nicht zu leben. Schlegel. I noch uneigentlicherer Bedeutung gebraucht es Klopstock für sein, gleichsam einen Athem, eine Luft von sich gehen lassen. Und der Morgen athmete kalt — II) trs. 1) Mit dem Athem in sich ziehen.[] Warum athmet ihr nicht die frischesten Düfte der Rosen Und die reineste Luft? — Zachariä. Und dann athme früh und spat Diesen Duft, wer Nüstern hat. C. Uneigentlich für genießen, darin leben. Hier athmet man nichts als Frieden. I einem Alter, wo man sonst nur Vergnügen athmet. Alles athmet in jenem glücklichen Lande Freiheit. Wo bin ich, o Himmel Ih athme noch Leben! Ramler. — — Der Mensch, das Gewild und die Vögel Athmeten ruhigen Schlaf — — Voß. Hieher gehört auch der Ausdruck, Muth athmen, voller Muth sein. 2) Vermittelst des Athems mittheilen. »Laß mich meine Seele noch in die Deinige athmen.« Weiße. Uneigentlich, einathmen, eingeben. — — Dann singe muthig, Was dir athmet das Herz. — — Voß. 3) Mit dem Athem ausstoßen. Jetzt ein banges Geseufz' — — — aus dem innersten Herzen geathmet. Voß. Dann in weiterer uneigentlicher Bedeutung, ausdünsten, verbreiten, an sich zeigen, in einem zu harten Bilde. Hier athmen die Blumen die süßesten Gerüche. Schlüpfrige Stücke, die statt der Liebe Wollust athmen. Ruhe athmet jeder seiner Züge. III) † rec. Sich athmen, sich athmen lassen, so beschaffen sein, daß es geathmet werden kann. Leicht und erquicklich athmet sich die Luft, Und ihre Milde schmeichelt unsern Sinnen. Schiller. Das Athmen. Die Athmung.
1969 Zeichen · 49 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Athmenv., ntr., trs., rec.

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    △ Athmen , v. I) ntr. mit haben, die zum Leben nöthige Luft durch die Luftröhre einsaugen und wieder ausstoßen, und dabe…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Athmen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Athmen (Respiration) ist derjenige physiologische Vorgang im Pflanzenund Thierleben, welcher die gegenseitige Einwirkung…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit athmen

18 Bildungen · 0 Erstglied · 14 Zweitglied · 4 Ableitungen

athmen als Zweitglied (14 von 14)

anathmen

DWB

anathmen , aspirare, anwehen, anhauchen, nnl. aanademen: ewig wehn die gesäusel des leis anathmenden westes. Voss Od. 4, 567 ; dich spaltet …

aufathmen

DWB

auf·athmen

aufathmen , respirare, alte spirare: athme nun auf und trink! Klopst. 1, 114 ; die sanftern schmerzen, welche zum wiedersehn hinblicken, wel…

ausathmen

DWB

aus·athmen

ausathmen , exspirare, nnl. uitademen, intransitiv und transitiv: sonsten möchte er, ehe er es vermeinte, ausathemen. hebamme 304; dasz der …

beathmen

DWB

beathmen , halitu afflare, nnl. beademen: ir öl und balsam wird beschworen ... mit viel blasen beothmet. Fischart bienenk. 21 a .

durchathmen

DWB

durch·athmen

durchathmen , mit athem, mit duft erfüllen, duft verbreiten; vergl. durchhauchen. wenn düfte die gegend durchathmen Denis. jene kamen und sa…

einathmen

DWB

ein·athmen

einathmen , spiritu ducere, durch athemholen einziehen, nnl. inademen: ich athme süsze luft ein; ich stieg nach eingeathmeter abendstille vo…

entathmen

DWB

ent·athmen

entathmen , nnl. ontademen, 1 1) transitiv auszer athem bringen, exanimare: wer bist du, dasz durch saat und forst das hurrah deiner jagd mi…

erathmen

DWB

erathmen , anhelare, schwer athmen, aufathmen, einathmen: nun schon wieder den erathmenden schritt mühsam berg hinauf. Göthe 2, 68 ; du fleh…

fortathmen

DWB

fort·athmen

fortathmen , 1 1) intr. continuo spiritum ducere. 2 2) tr. spirando agitare: da flogen leicht, wie blüten die luft fortathmet, Benoni und M…

schlummerathmen

DWB

schlumm·erathmen

schlummerathmen , n. das athmen im schlummer: und als ich nun lauschend mit dem ohr mich neigte, hört' ich wirklich aus dem fenster unter mi…

Umáthmen

Campe

Umáthmen , v. trs . ich umathme, umathmet, zu umathmen , rund= um, auf allen Seiten anathmen, mit seinem Athem umgeben. Uneigentlich und als…

verathmen

DWB

ver·athmen

verathmen , verb. ausathmen. 1 1) intransitiv, aufhören zu athmen, sterben: er verathmete in seinen armen; bildlich: so verathmete ihre sehn…

Wegathmen

Campe

weg·athmen

Wegathmen , v. I) ◬ ntr . mit sein , mit dem Athem weggehen, vergehen. — — — Von dem ersten, Der ein Sterblicher ward, bis hinab zu dem letz…

zuathmen

DWB

zuathmen , v. , dichtersprache, s. sp. 155 f.: es athmen die gefällgen linden aus dank den schmeichlerischen winden der blüten süsze düfte z…

Ableitungen von athmen (4 von 4)

beathmen

DWB

beathmen , halitu afflare, nnl. beademen: ir öl und balsam wird beschworen ... mit viel blasen beothmet. Fischart bienenk. 21 a .

entathmen

DWB

entathmen , nnl. ontademen, 1 1) transitiv auszer athem bringen, exanimare: wer bist du, dasz durch saat und forst das hurrah deiner jagd mi…

erathmen

DWB

erathmen , anhelare, schwer athmen, aufathmen, einathmen: nun schon wieder den erathmenden schritt mühsam berg hinauf. Göthe 2, 68 ; du fleh…

verathmen

DWB

verathmen , verb. ausathmen. 1 1) intransitiv, aufhören zu athmen, sterben: er verathmete in seinen armen; bildlich: so verathmete ihre sehn…