Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
armbrust
‚Armbrust, balea, ballista, la-, erst von ihrer Verwendung in den
certum‘
Kreuzzügen, 12. Jh., an bezeugt, die älteren Be-
lege nur im Nom. Sg. und ausschließlich in Gl.
(einmal arnbrust). Auch spätmhd. und frühnhd.
wird armbrust weiterhin vorzugsweise als st. n.
gebraucht und mit einer Vielfalt von lautlichen
Varianten wie armbrost, -brast, arbrost, armst,
md. armburst und -borst, die verraten, daß das
Wort in seiner volksetymologischen Entstel-
lung:
„man muß zum Spannen mit Brust und(Svenska akad. ordb. A–2310)
Armen arbeiten“
aus afrz. arbaleste nicht mehr verstanden
wurde. Das zeigt sich auch in der Unsicherheit
des gram. Geschlechts: anfangs gilt meist das
bei Gerätenamen beliebte Neutrum (mit -er-
Plural), gelegentlich auch Mask.; später in for-
maler Anlehnung an -brust immer häufiger
Fem. (pl. -brüste). So ist es auch in die dt.
Hochsprache der Gegenwart eingegangen.