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Anănas

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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4

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Anănas

Bd. 1, Sp. 480
Anănas Adans. (Ananas, in der Tupisprache in Brasilien Anassa, Nanas), Gattung der Bromeliazeen, Gewächse mit starren, an den Rändern dornig gezahnten Blättern und mit Scheinfrucht, die durch Verwachsung der Fruchtknoten mit der Achse des Blütenstandes und den Deckblättern entsteht, mit einem Pinienzapfen Ähnlichkeit besitzt und mit einem Blätterschopf gekrönt ist. 5–6 Arten im tropischen Amerika. A. sativus Lindl. (s. Tafel »Nahrungspflanzen III«, Fig. 3), besonders in Westindien und Mittelamerika, ist über alle Tropengegenden verbreitet und wird in mehreren Varietäten auf den Bahama- und Westindischen Inseln, in neuester Zeit besonders auf den kleinen Inseln von Florida (Keys) und in Florida im Freien, in Europa in Treibhäusern gezogen. Durch die Kultur hat die Frucht an Geschmack und Aroma gewonnen, ist samenlos und erreicht ein Gewicht von 3–4 kg. In Westindien bepflanzt man das Ar mit 65–80 Dutzend Setzlingen und gewinnt nach 2 Jahren bei der ersten Ernte etwa 60, bei der zweiten und dritten 40 Dutzend Früchte von 1,5–1,75 kg. In Europa kultiviert man die A. seit 1830 in niedrigen Gewächshäusern. Die am Wurzelstock im Spätsommer hervorkommenden Nebentriebe (Kindel) werden von der Mutterpflanze getrennt, in Lohe überwintert und im Frühjahr in lockere Erde gepflanzt. Im dritten, auch schon im zweiten Jahr erhält man die Früchte. Kräftige Düngung, sorgfältige Regelung der Heizung und Feuchtigkeit sind Hauptbedingungen der Kultur. Seitdem die Frucht massenhaft eingeführt wird, ist die Kultur sehr zurückgegangen. Die A. schmeckt süßsäuerlich, ungemein sein aromatisch. Man genießt sie frisch in Scheiben geschnitten und benutzt sie auch zur Bereitung von Ananasbowle und zu Konfitüren. In den Tropen gewinnt man aus dem Safte Wein und Branntwein; in Westindien gilt sie für nicht akklimatisierte Fremde als gefährlich. Auch bei uns wirkt häufiger Genuß nachteilig. Ihr Saft enthält ein sehr wirksames Ferment (Bromelin), löst Fleisch bei 40–50° und verwandelt es in ein sehr haltbares Pepton. Die Neger benutzen den Ananassaft gegen Diphtheritis. Die Blätter liefern den Ananashanf (s. d.). Die erste A. kam 1514 nach Spanien; die erste Beschreibung und Abbildung gab Hernandez de Oviedo in seiner »Naturgeschichte Indiens« 1535. Le Cour, ein holländischer Kaufmann, erzielte zuerst 1650 in seinem Garten zu Driehock bei Leiden gute Früchte; in Breslau gewann Kaltschmidt 1703 die erste Frucht. Vgl. Lebl, Die Ananaszucht (Berl. 1893).
2470 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ananas

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Ananas , plur. ut sing. der fremde Nahme einer Süd-Amerikanischen Pflanze, welche vornehmlich ihrer vortrefflichen F…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ananas

    Goethe-Wörterbuch

    Ananas Eben so kennen wir den aufgeschwollenen Stengel über der Erde, als vorbereitendes Organ, aus welchem unmittelbar …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ananas

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ananas , Bromelia Ananas L. Eine aloeähnliche Pflanze, wenn sie nicht in Blüthe oder Frucht steht; der Blüthenschaft abe…

  4. modern
    Dialekt
    Ananas

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Ananas Band 1, Spalte 1,392

  5. Sprichwörter
    Ananas

    Wander (Sprichwörter)

    Ananas 1. Die Ananas ist auch nur eine Frucht. – Altmann V. 2. Eine Ananas wird leicht sauer im Magen des Armen. ( Nishn…

  6. Spezial
    ananas

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ananas [ạ·na·nas] m.inv. (Ananas sativus) ‹bot› Ananas f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ananas

17 Bildungen · 17 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ananas 2 Komponenten

ana+nas

ananas setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ananas‑ als Erstglied (17 von 17)

Ananasäther

Meyers

ananas·aether

Ananasäther ( Ananasöl ), Fruchtäther vom Geruch der Ananas, besteht aus Buttersäureäthyl- und -Amyläther mit wenig Chloroform, Aldehyd und …

Ananasapfel

PfWB

ananas·apfel

Ananas-apfel m. : Apfelsorte mittlerer Größe mit kleinen grünen Tupfen, im Geschmack an die Ananas erinnernd, Anenasappel [verbr.]; vgl. Ana…

Ananasbaum

Campe

ananas·baum

Der Ananasbaum , des — es, Mz. die — bäume, eine Art der kreisförmigen Sagopalme, deren gesiederte Blätter gleich breite und flache Blättche…

Ānanas-Birn

Adelung

ananas·birn

Die Ānanas-Birn , plur. die -en, eine Art saftiger, gewürzhafter, großer gelber Birnen, mit dunkelgrünen Puncten.

ANANASBOWLE

DWB2

ananas·bowle

ANANASBOWLE f. mit ananas zubereitete bowle: ⟨1869⟩ und dann die austern und der champagner und die ananas-bowle Spielhagen s. rom. (1895)3,…

Ananaserdbeere

Campe

ananas·erdbeere

Die Ananaserdbeere , Mz. die — n, eine sehr große Art von Erdbeeren, von vortrefflichem Geschmacke und Geruche.

Ananashanf

Meyers

ananas·hanf

Ananashanf ( Ananasseide ), Faser aus den Blättern der Ananas, wird unversponnen zu Geweben verarbeitet, die sehr stark durchscheinend sind …

Ananaskrankheit

Meyers

ananas·krankheit

Ananaskrankheit , bei den Gartennelken durch das Stengelälchen ( Tylenchus devastatrix Kühne ) hervorgebrachte Krankheit, bei der die Stenge…

Ananaskultur

GWB

ananas·kultur

Ananaskultur Der Belvederische Pflanzengarten wird ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken bestimmt, daher der Küchengarten und die Ana…

Ananaslaus

Campe

ananas·laus

Die Ananaslaus , Mz. die — läuse, eine Schildlaus auf der Ananas (Coccus bromelia L.).

Ānanas-Vogel

Adelung

ananas·vogel

Der Ānanas-Vogel , des -s, plur. die -Vögel, ein Nahme, welchen einige dem Colibrit, oder Honigsauger geben. S. Adelung Colibrit .