Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Adoptiv-
adoptieren Vb. ‘an Kindes Statt annehmen’ (16. Jh.), mnd. adoptēren (15. Jh.), aus gleichbed. lat. adoptāre, eigentlich ‘hinzuwählen, hinzuwünschen’ (vgl. lat. optāre ‘wählen, wünschen’). Adoption f. ‘Annahme an Kindes Statt’ (Anfang 16. Jh.), aus gleichbed. lat. adoptio (Genitiv adoptiōnis). Zusammensetzungen von Adoptiv- (nach lat. adoptīvus ‘zur Adoption gehörig, durch Adoption’) mit Verwandtschaftsbezeichnungen (Adoptivvater, -bruder, -mutter, -sohn) werden durch Jean Paul gegen Ende des 18. Jhs. verbreitet.