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abtrünnig

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abtrünnig Adj.

abtrünnig Adj.

abtrünnig Adj. ‘(der bisherigen Bindung) untreu’, ahd. ab(a)trunnīg (um 800), daneben abtrunni (Hs. 12. Jh.), mhd. abetrünnic und (bis 15. Jh.) abetrünne sind abgeleitet von einem starken Verb ahd. -trinnan (in intrinnan ‘fliehend entkommen, sich flüchten, abtrünnig sein’, 10. Jh., abaintrinnan, Hs. 13. Jh.), mhd. trinnen ‘davongehen, sich absondern, entlaufen’, eigentlich also ‘wer sich absondert’; vgl. ahd. anttrunn(e)o ‘Heimatloser, Verbannter’, wohl auch schon ‘vom christlichen Glauben Abgefallener’ (8. Jh.), mhd. trünne ‘abgesonderte Schar, Schwarm, Rudel’. Zur Herkunft s. trennen. abtrünnig wird zunächst vor allem in kirchlich-religiösem Sinne, später auch verallgemeinert verwendet; im Ahd. und Mhd. oft substantiviert für lat. apostata ‘vom (christlichen) Glauben Abgefallener’.
794 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abtrünnigadj., adv.

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Abtrünnig , adj. u. adv. die bisherige Verbindung verlassend, untreu. Seinem oder von seinem Herrn, von einer Sache abtr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abtrünnig

    Goethe-Wörterbuch

    abtrünnig wenn er dem anerkannten verehrten Oberhaupt zweideutig, ja a. erscheint 28,142,26 DuW 12 A1,116,22 Votum 14.12…

  3. Spezial
    abtrünnig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ab|trün|nig adj. 1 (untreu) infedel (-ei, -a) 2 (abgefallen) tomé jö. ▬ seinem Glauben abtrünnig werden tomé jö de süa f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abtruennig

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

abtruennig‑ als Erstglied (3 von 3)

ABTRÜNNIGKEIT

DWB2

abtruennig·keit

ABTRÜNNIGKEIT , abtrinnigkeit f. abfall, treubruch: ⟨1338⟩ wan di der werlde alles leit/ tun und di gerechtekeit/ nicht halden ../ set, daz …

abtrünnigkeit

FWB

1. ›Abfall, Treulosigkeit‹; vgl. abtrünnig 1; offen zu 2.; 2. ›Aufgabe eines Dienstverhältnisses‹

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „abtruennig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abtruennig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „abtruennig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abtruennig/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „abtruennig". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abtruennig/pfeifer_etym.
BibTeX
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