zufällig,
adj. ,
mhd. zuovellic,
nur in bedeutung 2 Lexer 3, 1198. 11)
es entspricht in der älteren sprache den veralteten bedeutungen von zufall. 1@aa)
wie zufall 1: hat sie (
die stadt St. Gallen) ... gar zufellige (
starkbesuchte) und grosse wuchenmärckte Stumpf
Schwytzerchron. (1606) 384
b; als er ... die stett Caphya, Pellene ... im zufellig gemacht Xylander
Polybius 103; umb geilheit und unkeuscheit willen werden .. vil mönchen und nonnen .. den sectischen zufellig
F. Agricola
ketzerbrunn (1583) 55;
communis belli Mars der sig aller kriegen ist ... beyden partheyen oder seyten gleych zuofellig Frisius 263
b.
[] 1@bb)
wie 2 a,
sich mit heutigem fällig berührend: täglichs zuotragen zuofelliger gaben beger ich abgestelt werden Eberlin v. Günzburg 1, 77
ndr.; so ein fron zufällig ist
quellen z. alten gesch. d. fürstent. Bayreuth 1, 120.
in weiterem sinne '
zugehörig': von zufälligen artzeneyen etlicher kranckheyten H. v. Eppendorff
Plinius (1543) 7, 30.
später umgedeutet: zufällige einnahmen ... sind ... den gewissen und ordentlichen entgegengesetzt Heynatz 1, 474
a. 1@cc)
an 2 b
anschlieszend: fieri copiosiorem legendo aliquid vil gesprächer und beredter und zuofelliger durchs läsen in einer kunst werden Frisius 332
b; das wäre eine gute gelegenheit, allerhand zufällige gedanken, urtheile ... einzuschalten v. König
ged. (1745) 614. 1@dd)
wie 4: etwas das sich zuotragt, etwas zuofelligs Frisius 16
a; in allerhand ... zuofelligen geschefften S. Münster
cosmogr. vorr. 3; ander zufelliger sachen halben
privatbr. d. ma. 1, 111
Steinhausen; in zufälligen kriegesnöten Binhardus
thür. chr. (1613) 277; ein zufelliger handel Luther 16, 121
W.; aber fursichtickeyt sihet auff die tzufellige far 10, 1, 1, 651
W.; ewer lieb schreiben ... uns am 19. novembris durch ein zufellige botschafft behendet herz. Fridrich zu Sachsen
in Luthers schr. 1 (1564) 136
a Jena; bey dieser zufälligen post beliebe e. gn. zu vernehmen Harsdörfer
t. secret. 1, 314; zuefällige gelegenheit
occasio oblata Stieler 424.
auch von gegenständen, '
was so vorkommt': in welcher beschaffenheit fernerhin denen öffentlichen wirths- oder gasthäusern untersaget ist ... kein rohes oder geselchtes fleisch, würst und derlei zufälliges über gassen zu verkaufen
österr. weist. 2, 89 (1755). 22)
wie zufall 3. 2@aa)
entsprechend dem scholastischen accidentalis: Diefenbach 7
c; 202
c; sunderlich zugab oder zuvelliger lon
voc. theut. (1482) f 6
a; Frisius 42
b; 59
a; wan lib und sel ... sind zwai weslichú stuke, dú dem menschen wesen gebent und im nút in zuovallicher wise bi sint Seuse 162
Bihlm.; jede qualitates oder zufällige ding Schweickhart
gr. v. Helfenstein
Basilius Magnus (1591) 7; und ist unter dem geschriebenen und geredten wort zwar ein zufälliger unterscheid Harsdörfer
t. secret. 1, 6; in fleisziger betrachtung derjenigen dinge, die einem thun zufällig seyn, oder beywohnen A. Buchner
anleit. z. d. poeterei (1665) 63.
in besonderem theologischen sinne: ob die ratten und mäusz anders nichts benagen, dan eitel accidentien oder zufällige eygenschafften, on benagung desz brots Fischart
bienenkorb (1588) 94
a.
als gegens. zu wesentlich
ist es im gebrauch geblieben: dies hat statt bei allem gebrauche der wissenschaft in zufälliger materie Leibniz
d. schr. 1, 320; die zufällige schönheit, die von dem thon entsteht, die musz die wesentliche schönheit der gedanken erheben Breitinger
crit. dicht. (1740) 2, 3; diese farben, welche das fundament der ganzen lehre machen ..., wurden bisher als auszerwesentlich, zufällig, als täuschung und gebrechen betrachtet Göthe II 1, 1
W. grammatisch: die zufällige endung (
in unverantwortliches beginnen) ist -es Schottel
haubtspr. (1663) 70; die zufällige letteren -en (
in königen) 54.
juristisch: dahin gehört wesentlich die grafschaft ...; zufällig, aber der regel nach, münze, zoll und andere fiscalische nuzungen Eichhorn
d. staats- u. rechtsg. 2
3, 343. 2@bb)
wie zufall 3 c
ist es ein altes wort der medizin: solstitialis morbus ein schnälle und gähe zuofellige kranckheit Frisius 1219
b; dadurch des leibs gesundtheyt .. vor allen zuofälligen kranckheyten bewart ... wirt Ryff
spiegel d. gesundheit (1544) a a 3
a; wo ein arge zufällige eigenschafft oder complex in einem schaden ist Wirsung (1588) 536
d; zuofällige lüst (
der schwangeren)
M. Hero
schachtafeln d. gesundheit (1533) 59.
anscheinend für ansteckende krankheit: (
reinigung des lagers) zu vermeidung der zufelligen seuchten L. Fronsperger
kriegsb. (1578) 1, 179
c; andere zufällige kranckheiten sind heut da, morgen dort Moscherosch
gesichte (1650) 2, 480. zufällig
ist dann auch soviel wie hinfällig:
affectum corpus ein übel mügender, schwacher, zuofälliger leyb Frisius
[] 337
a; prästhafft, zuofellig 631
b; der ein zufelliger blöder mann war Stumpf
Schwytzerchr. (1606) 239
a.
vgl.zufallen 4. 33) zufällig
ist, entsprechend zufall 5,
das der vernunft sich entziehende unberechenbare. der übergang hat sich hier nicht so unvermittelt vollzogen, von dem gegensatz zu wesentlich
ist nur ein schritt zum gegensatz zu nothwendig. 3@aa) zufällig
ist etwas, dem der ursächliche zusammenhang oder die logische, weiterhin auch sittliche oder ästhetische begründung fehlt. das wort geht aus dem strengen gebrauch der philosophen in den allgemeinen über: es ist klar, dasz dasjenige zufällig ist, davon das entgegengesetzte auch seyn kan, oder dem das entgegengesetzte nicht wiederspricht Chr. v. Wolff
vernünftige ged. von gott (1720) 78; indem er (
Leibniz) dann aber anderseits unter notwendigkeit im engeren sinne nur die absolute und unbedingte verstand, setzte er wieder notwendig und zufällig einander gegenüber und bezeichnete schlieszlich den gegensatz der ewigen und der thatsächlichen als denjenigen der notwendigen und der zufälligen wahrheiten Windelband
gesch. d. neuer. philos.4 (1907) 1, 475; das wissen erkennt sich als zufällig Fichte 2, 147; viel zu oft liesz man sich von unsichern äuszern kennzeichen oder von zufälligen ähnlichkeiten der monumente zu trugschlüssen und sünden wider den heiligen geist der kunst verleiten Göthe 46, 18
W.; ich sehe nicht auf die zufälligen vorzüge der geburt Schiller 14, 200
G.; entziehen wir diese grundlage (
das christentum) dem staate, so behalten wir als staat nichts als ein zufälliges aggregat von rechten Bismarck
reden 1, 25
Kohl; die lehre vom abstrakten kunstwerke, in welchem nicht der geist, sondern die zufällige äuszere form entschied O. Ludwig 5, 43; mit recht ist gesagt worden: das erblinden aus altersschwäche (
Faustens) wäre ein rein zufälliges motiv Burdach
vierteljahrsschr. f. literaturwissensch. 1, 17.
formelhaft: es ist (nicht) zufällig, dasz ...
ebenso als adv.: dasz die eintheilung des menschlichen knochengebäudes blosz zufällig entstanden Göthe II 8, 23; hier projiciren sich nicht etwa zufällig sterne auf fernem nebligen grunde A. v. Humboldt
kosmos 1, 88; ein häszlicher, zufällig entstandener hof E.
M. Arndt
s. w. 1, 10. 3@bb) zufällig
ist im besonderen dem wirken der höheren macht gegenübergestellt: zufällig nicht ist die gestalt der dinge, das eine will das andre stets bedeuten Brentano
ges. schr. 6, 48; scheint hiermit die auferstehung Jesu aus einem wunder der allmacht in ein zufälliges natürliches ereignis verwandelt D. Fr. Strausz
ges. schr. 3, 15,
oder der menschlichen absicht: so war wohl dieser spazierritt nicht so ganz zufällig Göthe 23, 74
W.; dies ereignis ... geschah zufällig und entgegen seinem willen Raumer
g. d. Hohenstäufen 4, 166. 3@cc)
mehr positiv gefaszt bezeichnet es die wirkung des zufalls, früh lexicalisch belegt, für fortuitu Diefenbach 244
b,
im eigentlichen gebrauch aber erst im 17.
jh.: dieser setzte ihm für, seine hertzhafftigkeit nunmehr auch gegen männer auszuüben, nachdem er durch eine ohne disz meist nur zufällige überwindung eines weibes mehr verkleinerung als ehre erlangt zu haben ihm einbildete Lohenstein
Arm. 1, 47
a; tüchtige zöglinge (
wurden) in's freie zufällige leben entlassen Göthe 24, 259
W.; der sogenannte ägyptenkiesel (
geschliffener stein) mit zufälligen zeichnungen, die ein gesicht oder dergleichen darstellten H. Steffens
was ich erlebte 1, 253; mit übergabe der verkauften sache geht die gefahr des zufälligen unterganges oder einer zufälligen verschlechterung auf den käufer über
bgb. § 446; ein zufälliges ereignis, zusammentreffen; eine zufällige begegnung; zufällige ursachen, anlässe, folgen, umstände.
so bekommt das adv. den sinn '
unversehens': es ist immer wunderbar und lustig genug, dasz man sich zufällig auf solchen wegen ertappt Göthe IV 24, 173
W.; dieses
[] ganz zufällig bey günstig eintretender gelegenheit von mir ergriffene mittel IV 28, 55
W. 3@dd)
mit bezug auf personen braucht man zufällig
von der betheiligung an einem vorgang oder einer sonstigen vorübergehenden beziehung: das absichtloseste wort, den zufälligsten blick ... legt man falsch aus Bode
Th. Jones 4, 255; wie ein zufällig wörtchen von ihr eine welt von gedanken in mir hervorrief Hölderlin 2, 26
Litzmann; der arzt, für dessen zufällige gegenwart ich jetzt dem himmel dankte Holtei
erz. schr. 2, 59; als zufälliger zuschauer Heine 3, 394
Elster; dem verdienstlosen zufälligen besitzer eines solchen bildes W. H. Riehl
d. d. arbeit (1861) 232.
vgl. u. g. 3@ee)
als zufällig
erscheinen auch seelische vorgänge, was sich mit zufall 2 b
berührt: aus zufälliger laune Göthe IV 4, 53
W., stimmung 22, 255; meiner tante hätte ich diesen zufälligen gedanken nicht sagen wollen S. v. Laroche
frl. v. Sternheim 1, 138. 3@ff) zufällig
bezeichnet das einzelne, wirkliche im gegensatz zum ideellen und allgemeinen: wovon der grund in manchen theils zufälligen und physischen ursachen zu suchen ist Eschenburg
entwurf e. theorie (1783) 19; das natürliche und zufällige amphitheater Göthe III 1, 196
W.; in der ganzen geschichte der griechischen poesie ... ist sonst nichts zufällig und individuell Fr. Schlegel
pros. jugendschr. 1, 42
Minor; das sehen des Nathanael unter dem feigenbaume ..., das ... von Schleiermacher ... als ein zufälliges natürliches sehen gefaszt wird D. Fr. Strausz
ges. schr. 3, 24; nicht als kunst der darstellung eines einzelnen zufälligen (
menschen), sondern eines typus O. Ludwig 5, 218. 3@gg)
daraus ergibt sich der nebensinn des werthlosen und nebensächlichen, der sich schon aus 1 d
und 2 a
ableitet und früh belegt ist: circulatoria iactatio zuofellig unnütz geschwätz Frisius 228
a; das ist ein sonderlich zuofellige ursach, davon nicht not tzuschreyben ist Luther 10, 2, 25
W.; er gibt sein ehr, trew, gerechtigkeyt ... umb das schnöd gelt, kleyd, speisz, und zufellig ding umb die substanz S. Franck
sprichw. (1541) 1, 137
a; leblose dinge können in die poesie hineinkommen ... aber sie müssen nur als zufällige dinge hineinkommen Ramler
einl. in die schönen wiss.2 1, 139; lange hin hatte er an den groszen geschäften nur geringen und zufälligen antheil Ranke 9, 154; zufällige kleinigkeiten Herder 5, 124
S.; mit der zufälligen mehrheit einer einzigen stimme Dahlmann
g. d. franz. revolution 150. 3@hh)
oder es ist etwas seltenes: infolge der zufälligen vollständigkeit der darüber erhaltenen berichte Mommsen
röm. g. 5
7, 131. 44) zufällig
als adv., vgl. bei 3 b,
hat sich in eigenthümlicher weise entwickelt. 4@aa)
ungemein häufig erscheint es formelhaft in der erzählung. es ist gleichsam ein syntaktisches mittel, durch welches ein einzelner vorgang in die reihe des geschehens eingeordnet wird, wie es geschah, es begab sich einmal: zufällig kam ich auch in die gegend, ohne freunde und ohne waffen Göthe 43, 27
W.; zufällig war ich nicht zu hause und doch hab ich ihn noch eine viertelstunde gesprochen IV 39, 237; in einen mit kreuzern gefüllten sack gerieth zufällig einmal ein dukaten Ebner-Eschenbach 1, 140.
besonders mit blicken, sehen, hören
u. ä., vgl. die bel. bei 3 d: ich ..., wendete mich um und blickte zufällig in einen offenstehenden kohlenschoppen Göthe II 1, 19
W.; als man zufällig von diesen dingen sprach 6, 62; zufällig hörte ich auf der gasse A. v. Arnim 1, 251
Grimm. 4@bb)
von '
gelegentlich'
geht die bedeutung in '
nebenbei', '
nebenher'
über, vgl. 3 g: es war inen auch zufellig und ungever eyn guot hoffnung begegnet Carbach
Livius 321
b; zufellig können wir auch lernen Luther 28, 239
W.; zufällig ist auch bey der zierlichkeit der rede zu gedenken, dasz Harsdörfer
poet. trichter (1653) 3, 71; nun muszte man ... auf zufällig (
wie's traf) hingeworfenen steinen über moorflecke wandern Göthe 24,
[] 143
W.; das beyliegende gedruckte heft erfolgt blos zufällig, weil es mir zur hand ist IV 29, 132
W.; so gehört Shakespeare nothwendig in die geschichte der poesie; in der geschichte des theaters tritt er nur zufällig auf 41, 1, 65
W.; wir sehen einander nie, als zufällig am dritten orte G. Forster 8, 66. 4@cc)
in philosophischer sprache bestimmt es adjective: das zufällig-veränderliche
allg. d. bibl. anh. zu bd. 53/86, 1969; so wenig der verstand gottes selbst zufällig-weise, zufällig-gut ist Herder 16, 488
S.; das zufällig-wirkliche Göthe 42, 2, 119
W. 55)
in fachsprachen. 5@aa)
bergbau: die zufälligen geschicke, klüffte und gänge Chr. Herttwig
neues u. vollk. bergbuch (1734) 370
a; blende mit zufälligen golde Pansner
franz.-d. mineral. wb. (1802) 25. 5@bb)
in der malerei: zufällige lichter Alb. Schiffner 10, 570
a; tausend zufällige lichter bereichern dieses .. gemälde Hirschfeld
theorie d. gartenkunst 4, 66. 5@cc)
in der musik, wie frz. accident
dict. de l'ac.7 1, 15: zufällig grosz ... wird ein intervall durch neu hinzu gefügte versetzungszeichen (
halbe töne, abweichend von der vorgeschriebenen tonart) Ph. E. Bach
art das clavier zu spielen 2, 17; sie sangen alle die oberstimme mit kleinen varianten aus zufälligen erhöhungen und erniedrigungen, etwa um einen viertelston E. Th. A. Hoffmann 1, 25
Grisebach. 5@dd)
in der mathematik: zufälliger punct, wird in der perspectiv ein punct genennet, in welchem eine gerade linie, die aus dem auge mit einer gegebenen parallel gezogen wird, die tafel schneidet Wolff
mathem. lex. (1747), 1, 1453. 66) das
zufällige, n., seit Leibnitz
in philosophischer sprache, den anwendungen in 3
entsprechend, manchmal wie zufall: und ist nicht die substanz, sondern nur allein das zufällige verändert Leibniz
d. schr. 2, 368; die subjekte müszten doch ... vor dem prädikat ..., das wesentliche und gewisse vor dem ungewissen, zufälligen vorhergegangen seyn Herder 5, 51
S.; allenthalben (
bei Homer) nur der gang des menschengemüths, der menschenkräfte, sofern es ans zufällige, ans unvorhergesehene, ans unendliche reichet 17, 168
S.; die vorrichtung .., welche wir vorschlagen, um von dieser erscheinung das zufällige wegzunehmen und sie in ihren bedingungen sogleich zu vermannichfaltigen und zu befestigen Göthe II 2, 269
W.; ich ... erzählte ihr das zufällige der entdeckung 25, 144
W.; wie Shakespeare's ganze poesie das innerliche, wesentliche über das ... zufällige setzt O. Ludwig 5, 83; des natürlichen oder zufälligen schämt sich der mensch nicht E.
M. Arndt
schr. an s. l. Deutschen 2, 161.
ebenso etwas, nichts zufälliges. 77)
zufälligerweise, gegenüber älterem in zuovallicher wise Seuse 162
Bihlm., ist schon früh als einheit gefaszt Alberus (1540) X 2
b; Stieler 424.
in der bedeutung ist es gleich dem adv. zufällig,
auch in den besonderen anwendungen: die andern ziehens auff das glück und sprechen es geschehe zufelliger weise Heyden
Plinius 113; nemlich ich wolte von selbigem noch mehr wunderlichs zufälliger weise anführen Prätorius
winterflucht der sommervögel (1678) 125; dann nach seiner meinung sein etliche (
wörter) von natur lang, etliche kurtz, etliche frey, etliche zufälliger weise lang oder kurtz Morhof
unterr. v. d. d. spr. (1682) 1, 545; etliche sachen aber giengen die religion nur zufälliger weise an Chr. Weise
die ärgsten erznarren 86
ndr.; sie (
die kritischen wälder) sind zufälliger weise entstanden Herder 3, 187
S.; unterwegs nach dem wirthshause fand ich zufälligerweise einen freund Göthe 43, 117
W.; da zufälligerweise gerade ein sachverständiger anwesend sei Immermann 2, 172
Hempel; dasz er nicht zufälligerweise, sondern mit absicht handle W. v. Humboldt
ges. schr. 1, 8.
auch einmal im musikalischen sinne: selbiger (
ambitus der 7
mae min.) kan zwar zufälliger weise versetzt werden Heinichen
generalbasz 103.