Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zuckerhut
Zuckerhut
1Hut m. ‘Kopfbedeckung’, ahd. (8. Jh.), mhd. huot, asächs. aengl. hōd, engl. hood (‘Kapuze’), mnd. hōt, mnl. hoet, nl. hoed, afries. hōd, daneben (ablautend und mit ursprünglichem Nasalsuffix) aengl. hætt, engl. afries. hat, anord. hǫttr, schwed. hatt führen mit 2Hut f. und hüten (s. d.) sowie lat. cassis (Genitiv cassidis) ‘Helm, Sturmhaube’, sofern dieses aus ie. *kadhtis entstanden und nicht etrusk. Herkunft ist, auf eine Wurzel ie. *kadh- ‘schützende Bedeckung’. Übertragen auf Hutähnliches, z. B. Fingerhut m. (s. d.) und Zuckerhut m. (18. Jh.). Wendungen wie etw. geht über die Hutschnur, bis über die Hutschnur in Schulden stecken sind seit dem Anfang des 18. Jhs. nachweisbar. Zur Erklärung kann vielleicht eine Urkunde von 1356 herangezogen werden, in der die Hutschnur als Maß für die zulässige Stärke des Wasserstrahls für einen Quellenmitbenutzer gilt; vgl. in: PBB 58 (1934) 296 f.