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wund(en)mal

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wund(en)mal n.

Bd. 30, Sp. 2009
wund(en)mal, n., zeichen einer körperlichen verletzung, narbe (vgl.mal 2 teil 6, sp. 1494, und wundmase); cicatrix vuúnt mâle (11. jh.) ahd. gl. 2, 366, 15 St.-S.; cicatrix ein wundmal, ein schwamm, ist ein zeichen einer verwachsenen wunden Calepinus XI ling. (1598) 236a; wundmahl die narbe einer zugeheilten wunde Ludwig t.-engl. (1716) 2544; wundenmahl das mahl oder die zurückgebliebene spur von einer geheilten wunde Campe 5 (1811) 784a. seltener auch für das frische, unverheilte zeichen einer empfangenen wunde. seit mhd. zeit werden wundmal und wundenmal unterschiedslos nebeneinander gebraucht. die pluralbildung schwankt (wie beim simplex mal teil 6, sp. 1493) zwischen -male und -mäler: mîniu uuuntmâle uuurden fûl unde geergerôt fone dero gagenuuerti mînes ungeuizzes. ferhêiletiû uuunda fûleta unde uuard argera, danne si fore uuâre (ps. 37, 6: putruerunt et deteriorauerunt cicatrices meE a facie insipientiE meE) Notker 2, 136 P.; so bringen auch vil kinder etliche angeborne zeichen, masen vnnd wundmalh von muoter leibe mit Heyden Plinius (1565) 22; viel kleinere narben oder wundmal Würtz wundartzney (1624) 17; voller schrammen vnd wundmahlen Zinkgref apophthegmata (1628) 131; mein wundenmahl bricht vor an stirne, mund und brust Lohenstein Ibrahim sultan (o. j.) 24 (Agrippina); die striemen und wundmalen Lindenborn Diogenes (1742) 2, 559; ein blutiges wundmal lief an dem rücken auf allg. dt. bibl. (1765) 37, 149; ich zähle nicht, wie viele wundenmäler ich habe Bode Tristram Schandi (1774) 6, 74; wundenmale, statt der orden, halten ihre brust bedeckt W. Müller ged. 191 Hatfield. bildlich: wird solches (gewissen) einmal wund von schnöden sündenbissen, so fällt die hailung schwehr: und bleibt das wundmal stehn Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch (1647) 221; erst in dem augenblick ist mir wirklich aufgegangen, ... dasz es unsere geschichte ist, die dieses wundmal innerer zwietracht und geduldiger ohnmacht an ihrem leibe trägt K. A. v. Müller dt. gesch. u. dt. char. (1926) 2. die heiligen wundmale Jesu Christi (Kramer t.-ital. 2 [1702] 1400a) und im anschlusz daran die zeichen der stigmatisation (vgl. wunde 3): laz von dinen augen niht die wundenmal Heinrich v. Neustadt gottes zukunft 3248 Singer; lege alle min kunst an din wunden und min wisheit an din wundtmǎl Seuse dt. schr. 537 Bihlm.; Christus der seine wundenmale zeigt Steinhöwel de claris mul. 77 lit. ver.: dringt der satan ein zu mir, hilff, dasz ich ihm halte für deine wundenmal und zeichen, dasz er von mir müsse weichen evang. kirchenlied 2, 452 Fischer-Tümpel; Franziskus in mannesgrösse, wie er die fünf wundenmale empfängt (unter einem baldachin i. d. kirche) allg. dt. bibl. (1765) 66, 245; sie (K. Emmerich) hatte häufig ein stechen und ziehen nach den wundmalen Brentano ges. schr. (1852) 4, 320; keine geiszelstriemen auf der haut, die wundmale von händen und füszen durch beschattung der aufmerksamkeit entzogen Dehio gesch. d. dt. kunst 3 (1926) 126. in der erzählung vom ungläubigen Thomas (Joh. 20, 19 ff.): die erzählung ..., wo der auferstandene Jesus ... den zweifelnden Thomas seine finger in die wundmale legen heiszt (Luther: negelmal) D. Fr. Strausz ges. schr. (1876) 3, 134. daran anknüpfend in freiem gebrauche: wohl müssen geister niedersteigen, von heil'gem eifer aufgeregt, und ihre wundenmale zeigen, dasz ihr darein die finger legt Uhland ged. (1898) 1, 74; der ungläubige will alleweil die händ in die wundmale legen Bettine dies buch geh. dem könig (1843) 1, 76.
3533 Zeichen · 80 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wundenmâlstn.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz)

    * wundenmâl stn. HvNst. Apk. wundtmâl Seuse

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wund(en)maln.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wund(en)mal , n. , zeichen einer körperlichen verletzung, narbe ( vgl. mal 2 teil 6, sp. 1494, und wundmase); cicatrix v…

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Zerlegung von wundenmal 2 Komponenten

wunden+mal

wundenmal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von wundenmal (1 von 1)

Wundenmale

ElsWB

Wunde n male f. Wundmal Mü. ‘Vän dä (das Elsass) sho ganz fol vundämoolä bïsh, ïsh doch di gmiät noch vundärkh a k un frïsh’ Landsman Lied. …

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APA
Cotta, M. (2026). „wundenmal". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wundenmal/dwb?formid=W28576
MLA
Cotta, Marcel. „wundenmal". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wundenmal/dwb?formid=W28576. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wundenmal". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wundenmal/dwb?formid=W28576.
BibTeX
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