Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wünschelrute f.
Wünschelrute f.
Wünschelrute f. aus Zweigen bestimmter Sträucher geschnittene, gabelförmige Rute, die in den Händen geeigneter Personen durch Ausschlagen Wasser- oder Erzadern anzeigen soll, mhd. wünschelruote ‘etw. Besonderes, etw. Erwünschtes bewirkender Stab oder Zweig’. Das erste Kompositionsglied, abgeleitet mit dem Suffix germ. -ila- von dem unter wünschen (s. d.) behandelten Verb (und wohl nicht vom Substantiv Wunsch), ist als Simplex nicht belegt; doch vgl. noch Wünschelgerte (ahd. wunskilgerta, 11. Jh., mhd. wünschelgerte), -hütlein, -reis (mhd. wünschelrīs), -wurz. Wünschel-, zu wünschen im Sinne von ‘etw. aussprechen, das wirksam oder wirklich werden soll’, kennzeichnet die im zweiten Kompositionsglied ausgedrückte Sache (im Mhd.) als mit Fähigkeiten ausgestattet, die Außerordentliches oder Ungewöhnliches bewirken, oder (im Nhd.) als mit geheimnisvollen Zauberkräften begabt.