Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wissenheit f.
wissenheit , f. , scientia, conscientia, ahd. wizzentheit, gebildet zum part. präs. wizzend, in mhd. zeit neben dem häufigeren gewissenheit ( s. d. ) nur vereinzelt bezeugt, dagegen im 16. jh. weithin gebräuchlich. zu beginn des 17. jhs. tritt es hinter wissen subst. ( s. d. ) und wissenschaft ( s. d. ) stark zurück. Chr. Lehman wählt in seinem floril. polit. (1662) bereits wissenschaft und unwissenheit als capitelüberschrift. die spätere zeit hat nur noch spuren. in der gegenwart lebt das wort noch in allwissenheit und unwissenheit ( s. d. ). die frühneuhochdeutschen dictionarien verzeichnen …