widerspruch,
m. ,
widerruf; einwand, protest; (
logische)
unvereinbarkeit; spätmhd. widerspruch;
zu widersprechen
wie älteres widersprache (
s. d.);
seit dem 15.
jh. bezeugt, vor allem im sinne von widerruf; lexikalisch seit dem ende des 17.
jhs. belegt: gegen-
sive widerspruch
contradictio, impugnatio, reconventio Stieler
stammb. (1691) 2104; widersprechung, wider-spruch
contradittione, implicanza, it. contestatione, oppositione, replica, contrasto Kramer
t.-ital. 2 (1702) 885
b; wiederspruch
contradictum Steinbach
dt. wb. (1734) 2, 643; widerspruch Adelung 5 (1786) 204; Campe 5 (1811) 702
b.
mundartlich nur gelegentlich verzeichnet, vgl. u. a. schweiz. id. 10, 845; Fischer
schwäb. 6, 795.
wohl nicht widerspruch,
sondern widersprache
liegt in der folgenden stelle vor: da Liebe das alles hatte gesproch und geprediget aen wiedersproch, da sag ich viel pilgeryn, die geneiget waren underdenig zu sin (sunder widerrede
Kölner hs.)
pilgerf. d. träumenden mönchs 2506
Bömer; jedenfalls ist in der sehr unsauber reimenden rheinfränk. handschrift o
für â
möglich (mochte: dochte = dâhte 37
f.),
und die hier anzusetzende bedeutung '
einwand, widerrede'
läszt sich sonst erst seit der zweiten hälfte des 17.
jhs. belegen (
s. u. 2),
während im älteren nhd. allein der gebrauch für '
widerruf' (1)
üblich ist. 11)
der widerruf; nur im 15.
und 16.
jh. bezeugt; meist in der wendung einen widerspruch tun. 1@aa)
gewöhnlich als rechtsausdruck, die öffentliche zurücknahme einer ungerechtfertigten anschuldigung oder beleidigung; fast stets mit dat. d. pers. (jmdm e. widerspruch tun): vnd soll ime dazu vm solch vntreu wort einen offen widerspruch tŭn als recht ist (1453)
bei Haltaus
gloss. germ. (1758) 2108; wellicher den andern diebstals ... beschuldiget ... und das zu recht nit gnuegsam darbringt, der soll mit urtl verfellt werden, das er dem gegenthail ... ain offnen widerspruch thue
österr. weist. 5, 680; du must mir unschuldigen man vor meiner gfattern ein widerspruch than Hans Sachs 9, 89
lit. ver.; durchs urtheil erkannt worden, dasz die, so die schmehwort gefüret, der klegerin sölte ein widerspruch thuon und sie um verzeihung bitten Kirchhof
wendunmuth 1, 412
lit. ver.; er mus jhm ein widerspruch thun
palinodiam canere Eyering
proverb. copia (1601) 2, 408. 1@bb)
besonders in der theologie die widerrufung einer (
falschen)
lehre; häufig und vornehmlich bei Luther: und solt nit mehr fur seyne augen kummen, ich thett denn eynen widderspruch (1520) Luther 7, 87
W.; wenn man aber yhn (
einen prediger) angreyfft und eyn ketzer und böszwicht anfeht zu schelten unnd wil yhn zum widderspruch dringen, szo widderrufft er (1523)
ebda 12, 538; erpiet mich
auch ..., jnen jre verfuerung grüntlicher vnd clarer beweysen, vnnd wo ich sollichs nit mit grund des ewangely thuen magk so will ich eyn widerspruch thun (1522) Hartmuth v. Cronberg
schr. 77
ndr.; aber hört den Luther selbst, jhme (
sich) widerspruch thuon Joh. Nas
antipap. eins u. hundert (1567) 3, 181
a. 22)
einrede, einwand, widersetzliche stellungnahme gegen jmds äuszerungen, absichten, handlungen oder anordnungen (
namentlich auch die aufbegehrende widerrede von kindern und abhängigen überhaupt; öfters in der verbindung ohne widerrede): er ... machte sich derohalben in die fremde, da er ... ohne der seinigen widerspruch das freymüthige leben fortsetzen möchte Chr. Weise
polit. redner (1677) 31; damit ich meine gedancken in ein klares licht setze, und gegen allen widerspruch verwahre Breitinger
crit. dichtkunst (1740) 1, 117; deine liebe mutter gieng gerne, ohne widerspruch, mit dir aus Salzb. weg (1778) L. Mozart in:
br. W. A. Mozarts 4, 76
Schiederm.; ihr müszt mich nicht durch widerspruch verwirren! sobald man spricht, beginnt man schon zu irren Göthe I 2, 279
W.; ich habe dir schon gesagt, dasz ich heute nicht aufgelegt bin, den kleinsten widerspruch zu ertragen
M. Beer
s. w. (1835) 714; den entschiedensten widerspruch werde ich zu achten wissen, wenn er aus einer überzeugung hervorgeht H. Heine
s. w. 2, 430
E.; widersprach ihm jemand, so schrieb er jeden widerspruch dem neide zu G. Keller
ges. w. (1889) 1, 342; Reinhard eilte zu den brüdern und sprach nachdrücklich in die ältesten hinein, doch mürrischer widerspruch erhob sich Freytag
ges. w. 9 (1887) 70; der trockene, wortkarge doctor Rosenzweig, der keinen widerspruch duldete
M. v. Ebner-Eschenbach
ges. schr. (1893) 2, 6; der kleine Johann war gehalten, sich von der sterblichen hülle seiner groszmutter zu verabschieden; sein vater ordnete dies an, und er liesz keinen laut des widerspruches vernehmen, obgleich er sich fürchtete Th. Mann
Buddenbrooks (1901) 2, 256; (
er) verliesz trotz des widerspruchs seiner wirtschafterin sogleich das haus H. Mann
ausgew. w. 1, 479
Kant.; er nahm jede demütigung ... ohne widerspruch hin, kämpfte aber mit um so zäherer list, um das, was ihm wichtig war Feuchtwanger
geschw. Oppermann (1948) 221.
hierher auch: fahren sie also fort mir zu widersprechen, solange sie widerspruch in sich fühlen br. Grimm
br. an Benecke (1889) 137.
personifiziert: (
die ehefrau) ist der leibhafte widerspruch und der leidhafte gottversuch; schweig' ich, so knurrt sie; red' ich, so murrt sie; lach' ich, so weint sie Aurbacher
ein volksbüchlein 2 (1839) 246.
vereinzelt widerspruch einlegen (
wie verwahrung einlegen): o das ist charmant! rief wiederum fast alles einstimmig. nur eine männliche stimme ... legte zum allgemeinen erstaunen folgenden widerspruch ein Gutzkow
ritter v. geiste (1850) 4, 77; wollte das museum den beitrag abgesondert herausgeben, so müszte ich einen widerspruch einlegen (1853) Stifter
s. schr. 18 (1941) 163.
gelegentlich findet sich geist des widerspruchs
für widerspruchsgeist
in der bedeutung '
lust zum widersprechen' (
vgl. 3
und 4 b): der geist des widerspruchs, durch welchen es uns natürlich ist, anders zu denken als andre leute S. v. Laroche
frl. v. Sternheim (1771) 2, 105; heute ist's ... gewissermassen ein geist des widerspruchs, der mich antreibt ihnen zu schreiben Göthe I 47, 192
W. mit stärkerer betonung des gegensatzes '
protest, auflehnung; ablehnung': (
Christus) ist zum tod gefürt worden, als ain senfftes lemlin, in seinem mund ist kain widerspruch funnden Keisersberg
granatapfel (1510) dd 3
b; seine arme schlangen sich um das stolze frauenbild, wütend preszte er sie an sich, sein kusz flammte auf ihren lippen, ungehört verklang ihr widerspruch Scheffel
ges. w. (1907) 2, 130; macht gehe vor recht. und kein widerspruch dagegen, kein appell? Fontane
ges. w. (1905) I 5, 162; in meinem bemühen, das interesse wieder zu erwecken, stiesz ich auf widerspruch bei der landesvertheidigungscommission Bismarck
ged. u. erinn. 2, 47
volksausg.; dies stiess wieder auf Diederichs unbedingten widerspruch H. Mann
d. untertan (1949) 211.
die wendung ohne widerspruch
bezeichnet verschiedentlich im sinne von '
unbestreitbar'
die unmöglichkeit eines einwandes: hernach bedräwt sie (
Gabrina) jhn, wann er jtzund nicht würde erfüllen jhre lust, vnd heisze leibsbegierde, so wolte solches sie stracks kundt thun jederman, das (ohne wiederspruch) er diesen mordt gethan Dietrich v.
d. Werder
hist. v. ras. Roland (1636) 17; nein, beschlossen ist vom himmel, von der holden ohn' widerspruch das ende meines lebens Tieck
schr. (1828) 2, 78; eine stunde hinter Afing droht am wege das marterloch, ein rother felsenriss, der ohne widerspruch sehr schauerlich ist Steub
drei sommer in Tirol (1895) 2, 194. 33) widerspruch
als eine haltung der grundsätzlichen opposition, namentlich in der verbindung aus widerspruch: jetzt schämte ich mich ... der ... schadenfreude, mit welcher ich aus widerspruch mich (
beim schlafen) zur linken seite wendete Brentano
ges. schr. (1852) 4, 109; von jeher ... ist er zu sehr mit frommen leuten umgeben gewesen; aus widerspruch hat er sich auf die andere seite gewandt Tieck
nov. (1852) 1, 36; der sonntag ist bei mir ordentlich aus widerspruch gegen die faulheit ... ein wahrer rebellertag gewesen Bettine
dies buch gehört d. könig (1843) 1, 70; ich bemerke dazu, dasz ich mich von jugend auf ohne 'v' unterschrieben und meine heutige unterzeichnung v. B. erst aus widerspruch gegen die anträge auf abschaffung des adels 1848 angenommen habe Bismarck
ged. u. erinn. 1, 52
volksausg. so auch geist des widerspruchs
in den folgenden verwendungen: ist es ein wunder, wenn diesz todte gedächtniszwerk einer dem kindlichen verstand verschlossenen lehre ... den geist des widerspruchs werckte? Justi
Winckelmann (1866) 1, 26; seit jahren hatte sich verbreitet im volk ein geist, der ungescheut als geist des widerspruchs sich regte Wolff
d. fahrende schüler (1900) 242. 44)
seit Chr. Wolff
für contradictio,
das logische verhältnis einander ausschlieszender urteile oder begriffe. im allg. sprachgebrauch dann auch für den realen widerstreit und gegensatz, wobei aber (
ähnlich wie im philos. gebrauch)
fast stets der gedanke eines zerstörten einklanges (
nicht nur des bloszen kontrastes)
die wortwahl bestimmt (
s. besonders b).
daher gelegentlich in bewuszter gegenüberstellung mit gegensatz: die lebhafte geschäftigkeit, welche in dem allegro herrscht, ..., steht zwar in einem starken gegensatz zu dem sanften gefühlsausdruck des adagio, aber in keinem widerspruch O. Jahn
Mozart (1856) 3, 388. 4@aa)
ursprünglich und in engerem sinne die logische unmöglichkeit im verhältnis zweier urteile. so zuerst bei Chr. Wolff
bezeugt: es wird demnach zu einem wiederspruche erfordert, dasz dasjenige, was bekräfftiget wird, auch zugleich verneinet wird
vern. ged. von gott (1720) 6.
oft auf fälle der wirklichen oder scheinbaren contradictio in adiecto angewendet: zwei väter zugleich, wär das nicht widerspruch? Meissner
Alcibiades (1781) 1, 93; geschichtmahler ist ein wahrer widerspruch, da ein mahler nur einen moment vorstellen kann, und geschichte nothwendig eine reihe von begebenheiten erheischt Heinse
s. w. 4, 180
Sch.; ein schlechter dichter ist ein widerspruch: denn kein dichter ist schlecht als dichter, sondern nur, insofern er es nicht ist Seume
s. w. (1835) 359
Wagner; ein dreistimmiges quintett scheint freilich wohl ein widerspruch in sich; allein man könnte entgegnen, Spohrs häufig drei- und vierstimmig gehaltene violinduetten böten dann auch den gleichen widerspruch nach der anderen seite Riehl
musik. charakterköpfe (1899) 1, 359.
in der philosophie wird dieses verhältnis als logisches denkgesetz unter dem satz des widerspruchs
verstanden; 'satz des widerspruchs (
principium contradictionis)
ist das logische denkgesetz, dasz zwei einander kontradiktorisch entgegengesetzte urteile nicht zugleich, im gleichen sinne und in der gleichen beziehung von der gleichen sache ausgesagt werden dürfen' Eisler
wörterbuch d. philos. begriffe (1910) 1781: es kan etwas nicht zugleich seyn und auch nicht seyn. diesen satz nennen wir den grund des widerspruches Chr. Wolff
vern. ged. v. gott (1720) 5; da der satz, welcher das wesen aller verneinung ausdrückt, keinem subjecte kommt ein prädicat zu, welches ihm widerspricht, der satz des widerspruchs ist Kant
w. (1838) 1, 87; so musz man endlich zu der philosophie gelangen, die selbst die nothwendigkeit von dem satze des widerspruchs leugnet Lichtenberg
verm. schr. (1800) 2, 40; den satz des widerspruchs zu vernichten, ist vielleicht die höchste aufgabe der höhern logik Novalis
schr. 3, 267
Minor. 4@bb)
häufig der widerstreit zwischen einzelnen momenten eines ganzen, namentlich eines denkzusammenhanges oder einer geistig-seelischen ganzheit (
z. b. der menschl. natur);
gewöhnlich im plural: im 20sten hauptst. heiszt es, dasz Woodwards system aus lauter widersprüchen bestehe
anmuth. gelehrsamk. (1751) 1, 88
Gottsched; der geist der zeit vereinigte gleich dem kayser Hadrian, alle nur ersinnlichen widersprüche Wieland
Lucian 1 (1788) xxxii; ein endloses geschwätz ..., voll leerer worte, voll widersprüche und tautologieen Herder 22, 102
S.; aber in den köpfen dieses zeitalters wurden oft die seltsamsten widersprüche vereinigt Schiller 8, 41
G.; er empfand das evangelium in allen seinen ausstrahlungen, wundern und widersprüchen als eine ewige thatsache Immermann
w. 3, 36
Hempel; es war das einer jener halb räthselhaften widersprüche, wie sie sich in jeder menschennatur vorfinden Fontane
meine kinderjahre (1894) 21; unter dem druck der aufklärung hatte die theologie fast nichts zu tun, als sich gegen die unleidlichen widersprüche, die man ihr nachwies, zu verteidigen Th. Mann
Faustus (1948) 143.
nicht selten als innerer widerspruch: (
die freigeister) haben beständig mit den innern widersprüchen ihres eignen gewissens zu kämpfen Rabener
schr. 4 (1755) 605; wenn man einen innern widerspruch an der natur gottes entdeckte Herder 16, 418
S.; in dem dualen bau des sprachlichen satzes liegt es begründet, dasz alle unsere gedanken ohne ausnahme mit einem inneren widerspruche behaftet sein können, sobald unser geistiges auge zu flimmern beginnt und wir die dinge mit ihren sprachlichen zeichen vermischen und verwirren
M. Palagyi
bei Eisler
wb. d. philos. begriffe (1910) 1781.
hierher auch: o mensch, du widerspruch, der thorheit raub, jetzt geist, und grosz, und ietzt ein wurm im staub Zachariä
poet. schr. (1763) 5, 195; der mensch ist ein gebor'ner widerspruch, ein riese und ein zwerg in einem fleisch Raupach
dram. w. ernster gattung (1835) 5, 152.
in diesem sinne öfters geist des widerspruchs (
vgl. auch 2
und 3): du geist des widerspruchs! nur zu! du magst mich führen. ich denke doch, das war recht klug gemacht; zum Brocken wandeln wir in der walpurgisnacht, um uns beliebig nun hieselbst zu isoliren Göthe I 14, 203
W. sie liebte mich, den faulen, leichtsinnigen, ungezogenen jungen, und zog mich dem schönen, reichen, eleganten jüngling vor. geist des widerspruchs! Holtei
vierzig jahre (1843) 1, 206. 4@cc)
im weitesten sinne und gewöhnlich mehr den bloszen konflikt als die logische unvereinbarkeit bezeichnend '
das konträre verhältnis, der gegensatz'. 4@c@aα)
mit deutlich spürbarem verbalen element in wendungen wie in widerspruch treten, kommen, stehen
u. a.; zunächst wohl von personen oder deren aussagen, dann auch übertragen auf geistige haltungen, prinzipien und tendenzen: freilich weisz ich wohl, dasz sie mit der welt in widerspruch stehen, die auf dem groszen jahrmarkt des tages zeit und kräfte verzettelt Göthe IV 29, 229
W.; kein schriftsteller ... wird in der vorstellungsart seinem vaterland entflichen ... wählte er aber nun einen auswärtigen gegenstand, so würde der stoff mit der darstellung immer in einem gewissen widerspruche stehen (1791) Schiller
br. 3, 170
Jonas; eigentlich läszt es sich nur fühlen (nicht erklären), wie alles, wobey der geist und das herz in widerspruch stehen Klinger
w. (1809) 6, 187; steht das, was ich jetzt sage oder schreibe in widerspruch mit meinen früheren ansichten? G. Freytag
ges. w. 3 (1887) 7; er wuszte, dasz der junge kopf seine eigenen ansichten vom leben hatte, und dasz manches, was damit in widerspruch trat, ihn oft in unverhältnismäszige aufregung versetzen konnte
M. Meyr
erz. a. d. Ries (1868) 1, 9; humor also entspringt, wenn das gemüth in widerspruch geräth mit den anschauungen, welche die einbildung aus der wirklichkeit entnommen hat W. Wackernagel
poetik, rhetorik u. stilistik (1873) 25.
hierher auch die wendung im widerspruch mit etwas: die Griechen hatten im widerspruche mit uns lange und kurze niederschläge (
beim notentakt) Klopstock in:
br. von u. an Klopstock (1867) 160
Lappenberg; darum seine neigung für die heimlichkeit der verwaltung, ganz im widerspruch mit dem königlichen interesse Dahlmann
gesch. d. frz. revol. (1845) 45; um gegen alles zu protestiren, was der kaiser im widerspruch mit der konstitution des reiches unternehmen will Ranke
s. w. (1867) 31/32, 152; und es sei dabei vorgekommen, dasz ich im widerspruche mit der majorität den nagel auf den kopf getroffen hätte Bismarck
ged. u. erinn. 2, 117
volksausg. 4@c@bβ)
rein auf das verhältnis bezogen: durch den widerspruch, der ... zwischen meinen neigungen und meinen umständen herrschet S. v. Laroche
frl. v. Sternheim (1771) 2, 22; man wird einen seltsamen widerspruch finden zwischen dem edlen charakter der pilgerin und der komischen list, deren sie sich bediente Göthe I 24, 85
W.; widerspruch und misklang zwischen gemüth und leben E.
M. Arndt
schr. (1845) 1, 179; widersprüche zwischen seele und körper H. Heine
s. w. 3, 104
Elster; ein widerspruch ... zwischen dem althergebrachten glauben der menge und den gedanken der weisen G. Freytag
ges. w. 17 (1888) 211; es besteht ein auffallender widerspruch zwischen dem so oft wiederkehrenden bedürfnis nach reform des inneren lebens der klöster und der fast völligen unveränderlichkeit ihrer baulichen anlage Dehio
gesch. d. dt. kunst 1 (1919) 297.