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Werra

as. bis lat. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 7 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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7
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8

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Werra

Bd. 20, Sp. 544
Werra, 1) der rechtsseitige der beiden Hauptquellflüsse der Weser, entspringt auf dem Thüringer Wald im sachsen-meining. Kreis Hildburghausen, unweit der schwarzburg-rudolstädtischen Grenze, in zwei Quellbächen, dem Saarwasser oder der Nassen W. und der Trockenen W., die sich bei Schwarzenbrunn vereinigen. Die W. fließt nun, den südwestlichen Abhang des Thüringer Waldes begleitend, in nordwestlicher Richtung durch das Herzogtum Sachsen-Meiningen und berührt hier die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen. Unterhalb Salzungen tritt sie in den sachsen-weimarischen Kreis Eisenach, fließt hier an Vacha und, nach kurzem Lauf auf preußischem Gebiet, an Berka und Kreuzburg vorüber und tritt dann ganz auf preußisches Gebiet über, bis sie sich nach einem 269 km langen Laufe bei Münden mit der Fulda vereinigt und nun den Namen Weser (gleichbedeutend mit W.) annimmt. Die bedeutendern Nebenflüsse der W. sind rechts: die Schleuse, Hasel mit Schwarza, Schmalkalde, Truse, Schweina und die Hörsel mit der Neffe; links: die Herpf, Felda, Ulster, Wehra und Gelster. Schiffbar ist die W. von Wanfried ab bei einer mittlern Tiefe von 0,8 m 58,5 km weit für kleine Fahrzeuge. Der Fluß ist reich an Fischen und bietet an vielen Stellen anmutige Partien, besonders im untern Laufe von Kreuzburg an abwärts, deren Erschließung der Werratalverein sich angelegen sein läßt. Seit 1906 wird die Schiffbarmachung der W. von Wernshausen an und Bau eines Stichkanals von Hörschel nach Eisenach angestrebt. Vgl. Brunnemann, Das Werratal und Grenzgebiete (Führer, Kassel 1903.) – 2) Westfälische W., s. Werre.
1629 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    werrast. F. (ō), sw. F. (n)

    Köbler As. Wörterbuch

    werra , st. F. (ō), sw. F. (n) nhd. „Wirre“, Streit, Krieg ne. fight (N.), war (N.) Hw.: vgl. ahd. werra* (2) (st. F. ō,…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    werrast. F. (ō?, jō?), sw. F. (n)?

    Köbler Ahd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    werra , st. F. (ō?, jō?), sw. F. (n)? nhd. Krampfader ne. varicous vein ÜG.: lat. varix Gl Q.: Gl (11. Jh.)

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    Werrâ

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    Werrâ fingierter eigenname aus dem imperativ mit â. bruoder Werrâ hât sîn herze alsô beworren mit weltlîchen dingen lese…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Werra

    Goethe-Wörterbuch

    Werra [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Werra

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Werra Hauptstamm der Weser, entspringt auf dem Thüringer Walde am Bleßberg in 2 Quellen ( nasse und trockene W.), wird b…

  6. Latein
    werraf.

    Mittellateinisches Wb.

    * werra (vue-, vve-, ve-, wera), -ae f. (germ. vet. werra; cf. A. Sousa Costa, Studien zum Althochdt. 21. 1993. p. 293sq…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit werra

9 Bildungen · 6 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

werra‑ als Erstglied (6 von 6)

werra 3

KöblerAfries

werra 3 , Adj. (Komp.) nhd. schlechtere, schlimmere ne. worse ÜG.: lat. deterior W 8 Hw.: s. wersia, wersta; vgl. an. verri, ae. wiersa, as.…

wërrære

BMZ

werr·aere

wërrære der verwirrung, störung, zwietracht stiftet, ketzer. werrer Pass. K. 470,1. 490,90.

Werragebirge

Meyers

werra·gebirge

Werragebirge , Gesamtbezeichnung der das Werratal durch Hessen-Nassau begleitenden Berghöhen. Das W. ist wesentlich aus Buntsandstein und Mu…

werrare

KöblerAhd

werr·are

werrare , V. nhd. streiten, kämpfen ne. fight (V.) Q.: Urk (860) E.: s. werran

werra als Zweitglied (2 von 2)

skantwerra

KöblerAhd

skantwerra , st. F. (ō), sw. F. (n) nhd. „Schandwirren“, schändliche Zwietracht, schändliche Tat, Boshaftigkeit ne. shameful chaos ÜG.: lat.…

Ableitungen von werra (1 von 1)

gewerra

MLW

* gewerra v. * guerra. Fiedler