Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wankelmut m.
Wankelmut m.
Wankelmut m. ‘schwankende, unbeständige, unentschlossene Gesinnung’, mhd. wankelmuot ‘Unbeständigkeit (der Gesinnung und des Willens)’ enthält als erstes Kompositionsglied ein noch im 18. Jh. nachgewiesenes Adjektiv wankel ‘schwankend, unbeständig, unzuverlässig’, ahd. wankal (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. wankel, asächs. wankol, aengl. wancol. Dieses gehört mit l-Suffix zu wanken (s. d.), ist also mit verwandtem winken (s. d.) an ie. *u̯eng- ‘gebogen sein’ anzuschließen. Wankelmut wird erst im 17. Jh. geläufig und verdrängt bis dahin häufigeres Wankelmütigkeit f. (15. Jh.). – wankelmütig Adj. ‘unbeständig in Gesinnung und Willen’, mhd. wankelmüetic.