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verschönen

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verschönen

verschönen

schön Adj. ‘in jeder Hinsicht gut anzusehen, wohlgefällig, bewundernswert’, ahd. scōni ‘ansehnlich, glänzend, rein, herrlich, gut, angenehm’ (8. Jh.), mhd. schœn(e), auch ‘schonend, freundlich’, asächs. skōni, mnd. schȫn(e), mnl. scōne, nl. schoon, afries. skēne, aengl. scīene, scēne, engl. (poetisch) sheen, anord. (als zweites Kompositionsglied) -skjōni, got. skauns oder skauneis ‘anmutig’ (germ. *skauni-) ist ein mit dem Suffix ie. bzw. germ. -ni- gebildetes Verbaladjektiv zu der unter schauen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)keu- ‘worauf achten, beobachten, schauen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘sichtbar, anschaubar’, die sich zu ‘ansehnlich’ und ‘gut, angenehm’ (auch von Gehörseindrücken) weiterentwickelt. Der Bezug des Wortes auf den vom humanistischen Bildungsideal geprägten ästhetischen Bereich, vgl. Fügungen wie schöne Künste (frz. les beaux-arts), schöne Wissenschaften (frz. les belles-lettres), schöne Literatur, erfolgt im 18. Jh. Zum alten adverbiellen Gebrauch s. schon. – Schönheit f. ‘das Schönsein, das Schöne’, mhd. schœnheit, schōnheit ‘Herrlichkeit, Pracht, Zierde, Schmuck, Unterhaltung, Festlichkeit’. schönen Vb. vornehmlich fachsprachlich ‘Färbungen verbessern, Wein klären’ (19. Jh.); nur selten ‘schönmachen, verschönern’, ahd. scōnen (um 800), scōnōn (9. Jh.), mhd. schœnen ‘schönmachen, schmücken, verherrlichen’; dafür heute verschönen Vb., mhd. verschœ̄nen, oder verschönern Vb. ‘schöner machen’ (17. Jh.). beschönigen Vb. ‘etw. weniger schwerwiegend, günstig darstellen’ (18. Jh.), älter beschönen, mhd. beschœnen ‘schönmachen, entschuldigen, rechtfertigen’. Schöngeist m. ‘wer von den schönen Künsten begeistert ist’ (18. Jh.), nach frz. bel esprit, bald auch ironisch; älter schöner Geist (17. Jh.); dazu schöngeistig Adj. (Anfang 19. Jh.), schöngeistige Schriften (19. Jh.). schöntun Vb. ‘freundlich sein, schmeicheln’ (17. Jh.).
1882 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verschœnenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ver-schœnen swv. BMZ verschönen, -herrlichen Frl. 51,10 ; an schönheit übertreffen ib. fl. 13,4.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verschönenv., trs, rec

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Verschönen , v. I) trs . 1) Eigentlich nur, schön machen. Der Hof, gewöhnt die Dinge zu verschönen . Kl. Schmidt. Gewöhn…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verschönen

    Goethe-Wörterbuch

    verschönen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verschönen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    verschönen schöner machen: dat 'n bäten verschönen Ro Ribn .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verschoenen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verschoenen

ver- + schoenen

verschoenen leitet sich vom Lemma schoenen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verschoenen 3 Komponenten

ver+(scho+enen)

verschoenen setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verschoenen als Zweitglied (1 von 1)

ȫverschö̂nen

MNWB

oever·schoenen

° ȫverschö̂nen (-schoͤnen) , ōver- , swv. : verschönern , schmücken, rôde hêre Jesse ... dê den hemmel in vrö̂lichê(i)t ȫ.-et in sö̂ter wunn…