Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verschämen verb.
verschämen , verb. in scham versetzen. 1 1) wie Reinhart wollent jr mich verschemen. Aimon bog. f 3; frauwen und jungkfrauwen schwächen und verschämen. Tacius in Fronsp. kriegsb. 3, 226 . das zeitwort ist erstorben, nur noch mundartlich z. b. Stalder 2, 308 . in alter zeit war dasselbe beliebter und häufiger. so im mhd. verschemen, wo neben dem oben erwähnten transitiv auch ein intransitiv ' in scham versinken ' und ein reflexiv sich zeigt: ob dû denne niht gerner von einem menschen verschamest denne an deme jungesten tage vor aller der werlde. Berth. v. Regensburg 571, 33 ; mîn dienst gelebet…