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verpfänden

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verpfänden

verpfänden

Pfand n. ‘Gegenstand als Bürgschaft, Sicherheitsleistung für eine Forderung’, ahd. (8. Jh.), mhd. phant, asächs. afries. nl. pand, mnd. mnl. pant; Herkunft ungeklärt. Eine angenommene Entlehnung des nur im Kontinentalwestgerm. bezeugten Substantivs (anord. pantr aus dem Mnd.) aus afrz. pan ‘Stück Tuch’ (aus lat. pannus ‘Stück Tuch, Lappen’), auch (nordafrz.) ‘an einen Gläubiger zur Sicherheit übergebener Vorrat an Tuch’, daher ‘Sicherheit, Bürgschaft’ (woraus engl. pawn), ist insofern wenig wahrscheinlich, als die letztgenannte Bedeutung im Frz. erst im 13. Jh. auftritt und der auslautende Dental im Germ. unerklärt bleibt (nordmfrz. pand, pant dürfte vielmehr auf mnl. Einfluß zurückzuführen sein). Wenig befriedigend ist auch die Herleitung von lat. pactum ‘Vertrag, Vergleich, Abrede’ (s. Pakt), da dabei eine nicht nachzuweisende vlat. Entwicklung über *panctum zu *pantum vorausgesetzt werden müßte. Schließlich wird noch Herleitung (wie bei Pfennig, s. d.) aus lat. pondus ‘Gewicht’ erwogen unter Annahme einer Bedeutungsentwicklung zu ‘Münzsicherheit’ (beim Nachwiegen von Geldstücken unterschiedlichen Feingehalts), vgl. Knobloch in: Lingua 26 (1970/71) 311; die Entlehnung müßte dann sehr früh, im Unterschied zu Pfund (s. d.) schon vor dem Wandel von ie. o zu germ. a erfolgt sein und würde nur die auf dem Festland mit den Römern in Beziehung stehenden germanischen Stämme betroffen haben. – Unterpfand n. ‘Gegenstand, Geldsumme als Sicherheit’, übertragen ‘Zeichen, Beweis’, zuvor (rechtssprachlich) ‘Gegenpfand, Sicherheit, die der Pfandempfänger dem Verpfänder hinterläßt’, spätmhd. underphant. pfänden Vb. ‘ein Pfand für eine geldliche Forderung einziehen’, mhd. phanten, phenden ‘jmdm. ein Pfand abnehmen’, ahd. phantōn ‘zum Pfande geben’ (9. Jh.). verpfänden Vb., mhd. verphenden. Pfändung f., mhd. phandunge, phendunge.
1844 Zeichen · 54 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verpfänden

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verpfänden , verb. regul. act. 1. Als ein Pfand oder Unterpfand einem andern übertragen, von beweglichen sowohl, als unb…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verpfänden

    Goethe-Wörterbuch

    verpfänden [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verpfänden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verpfänden , s. Pfand .

  4. modern
    Dialekt
    verpfänden

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    verpfände n 1. trans. Si n ganz Vermöje n is t de n Jude n verpfänd e t Bf. 2. abs. verp f ängt sin überschuldet sein Wh…

  5. Spezial
    verpfänden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|pfän|den vb.tr. mëte por pënch, ipoteché (-chëia). ▬ sein Wort verpfänden dé süa parora (d’onur).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verpfaenden

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Ableitung von verpfaenden

ver- + pfaenden

verpfaenden leitet sich vom Lemma pfaenden ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verpfaenden 2 Komponenten

ver+pfaenden

verpfaenden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verpfaenden kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verpfaenden". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verpfaenden/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verpfaenden". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verpfaenden/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verpfaenden". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verpfaenden/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„verpfaenden"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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