lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

vergilben

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
4

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

vergilben

vergilben

gelb Adj. Das germ. Farbadjektiv ahd. (8. Jh.), asächs. gelo, mhd. gel, mnd. gēl, mnl. ghēle, nl. geel, aengl. geolu, geolo, engl. yellow (germ. *gelwa-), ablautend anord. gulr, norw. schwed. dän. gul (germ. *gulwa-) führt mit aind. háriḥ ‘fahl, gelblich, grünlich’, awest. zaray- ‘gelb(lich), goldfarben’, griech. chlōrós (χλωρός) ‘blaßgrün, grüngelb’, lat. helvus ‘honiggelb’, air. gel ‘leuchtend weiß’, lit. žel̃vas ‘grünlich, gelblich’, aslaw. zelenъ, russ. zelënyj (зелёный) ‘grün’ zu der vielfach erweiterten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, neben der Varianten wie *ghel(ə)- oder *g‐ͧhel(ə)- angesetzt werden. Gleichen Ursprungs sind 1Galle, Gold, Glanz, Glas, gleißen, glimmen, glotzen, glühen, glatt (s. d.). Das auslautende -b im Nhd. (zuerst 15. Jh. in obd. Mundarten) stammt aus den flektierten Formen (Genitiv ahd. gel(a)wes, mhd. gelwes) des wa-Stammes (germ. *gelwa-). Die alte, im Mhd. entstandene endungslose Form gel hat sich in gehl, gel Adj. in verschiedenen Mundarten erhalten (s. auch fahl, falb). – gilben Vb. ‘gelb werden’ (Anfang 16. Jh.), mhd. gilwen (transitiv) ‘gelb machen’, sich gilwen ‘gelb werden’, daneben mhd. gelwen ‘gelb werden’; vergilben Vb. ‘sich gelb färben, vor Alter fahl, farblos werden’ (besonders von Papier, Laub, Geweben), ‘gelb, fahl, farblos machen’, mhd. vergelwen ‘gelb werden’ und vergilwen ‘gelb machen oder werden’. gelblich Adj. ‘leicht gelb, ins Gelbe spielend’ (17. Jh.), älter gelblicht (16. Jh.), mhd. gelblo(h)t, gelwelot, dazu die Nebenformen gilblich (18. Jh.) und gilblicht (15. Jh.). Gelbschnabel m. ‘unreifer, unerfahrener Mensch’ (16. Jh.), heute üblicher Grünschnabel (s. d.), eigentlich ‘junger Vogel, der noch gelb um den Schnabel ist’, wie gleichbed. frz. béjaune, bec-jaune und nl. geelbek. Gelbsucht f. (Infektions)krankheit mit gelblicher Färbung der Haut durch Übertreten von Gallenfarbstoff ins Blut, ahd. gelosuht, gelewasuht (10. Jh.), mhd. gelsuht (s. Sucht). gelbsüchtig Adj. ‘an Gelbsucht erkrankt’, ahd. gelosuhtīg (11. Jh.), mhd. gelsühtec.
2078 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vergilbenv., ntr

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Vergilben v. ntr . s. Vergelben .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vergilben

    Goethe-Wörterbuch

    vergilben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    vergilben

    Rheinisches Wb.

    ver-gilben -ilw-, Part. -giləbt Simm schw.: wie nhd.

  4. Spezial
    Vergilben, von Papiern

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Vergilben , n von Papier пожелтение , ср бумаги

Verweisungsnetz

10 Knoten, 5 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 4 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vergilben

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von vergilben

ver- + gilben

vergilben leitet sich vom Lemma gilben ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von vergilben 2 Komponenten

ver+gilben

vergilben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — vergilben kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „vergilben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vergilben/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „vergilben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vergilben/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „vergilben". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vergilben/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_vergilben_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„vergilben"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/vergilben/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-19},
}