Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verdammen
verdammen
verdammen Vb. ‘verurteilen, verwerfen, verfluchen’, ahd. firdamnōn (9. Jh.), mhd. verdam(p)nen ‘verurteilen, verdammen’, frühnhd. verdamnen, vordampnen, verdammen (16. Jh.). Das Grundwort ist entlehnt aus lat. damnāre ‘büßen (lassen), schuldig sprechen, verdammen, verurteilen’, zu lat. damnum ‘Einbuße, Verlust, Schaden, Nachteil’; Präfigierung erfolgte wohl in Anlehnung an synonymes ahd. firtuomen, mhd. vertüemen ‘verurteilen, verdammen’, gebildet zu ahd. mhd. tuom ‘Urteil’ (s. -tum); vgl. auch asächs. fardōmian, mnl. nl. verdoemen, aengl. fordēman, anord. fordœma ‘verdammen’. Aus der kirchensprachlichen Verwendung ‘aus der göttlichen Gnade ausstoßen, verfluchen’ (zur Hölle verdammen) entwickelt sich verdammt Part.adj. ‘von Gott verurteilt’, substantiviert Verdammter (16. Jh.), das sofort als Fluchwort und Verwünschung ‘fluchwürdig, verdammenswert, verwerflich’ Verbreitung findet, in der Umgangssprache später auch abgeschwächt ‘außergewöhnlich, sehr, äußerst’ (19. Jh.). – Verdammnis f. ‘das Verdammtsein, ewige Verworfenheit (vor Gott), Höllenstrafe’, mhd. verdam(p)nisse.