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verarmen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 15 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verarmen

verarmen

arm Adj. ‘mittellos, dürftig, bedauernswert’. Die Herkunft von ahd. (8. Jh.), mhd. arm, asächs. mnd. mnl. nl. arm (mnl. auch aerm, arem), aengl. earm, anord. armr, schwed. dän. arm, got. arms ‘beklagenswert, elend, besitzlos’ ist umstritten. Meist wird Verwandtschaft mit Arbeit und 1Erbe (s. d.) angenommen und germ. *arƀma- im Sinne von ‘vereinsamt, verlassen’ als Bildung mit m-Suffix an das dort behandelte ie. *orbh- ‘verwaist, Waise’ angeschlossen. Weisweiler in: IF 41 (1923) 304 ff. nimmt eine Bedeutungsentwicklung von ‘vereinsamt, verlassen’ über ‘friedlos, rechtlos, schutzlos’ zu ‘beklagenswert’ und ‘arm’ an; unter dieser Voraussetzung wäre eine Verwandtschaft von arm mit griech. erḗmos (ἐρῆμος) ‘einsam, verlassen’ erwägenswert. – Armut f. ‘Mittellosigkeit, Not’, ahd. armuoti n., armuotī f. ‘Elend, Mangel, Not’ (8. Jh.), mhd. armuote n., armout f. ‘Armut, ärmliches Besitztum’; vgl. asächs. armōdi n., mnd. armōde n. f., armōt m. f., mnl. armoet, armoede m. f. n., nl. armoede f.; zu ahd. -uotī̌ (nach ahd. muot) aus -ōti, s. Einöde. ärmlich Adj. ‘dürftig, kümmerlich’, ahd. armalīh ‘erbärmlich, böse, gottlos’ (9. Jh.), mhd. ermelich ‘dürftig’; vgl. asächs. armlīk, mnl. armelijc, aengl. earmlic. armselig Adj. ‘kümmerlich, dürftig’, abgeleitet (15. Jh.) von mhd. armsal n. ‘Armut, Elend’. verarmen Vb. ‘arm werden’, mhd. verarmen ‘in Armut, in Not geraten’, Präfixbildung zu ahd. armēn (9. Jh.), mhd. armen ‘arm sein, werden’; vgl. ahd. firermen ‘jmdn. in Armut, in Not bringen’ (10. Jh.).
1508 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verarmenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ver-armen swv. BMZ in armut, not geraten, verarmen Troj. 1992. Renn. 15175. Msh. 3, 104 a . Pass. 362,65. K. 587,83. Rsp…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verarmen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verarmen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, arm werden. Die Säufer und Schlemmer verarmen, Sprüchw. 23, 21. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verarmen

    Goethe-Wörterbuch

    verarmen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verarmen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    verarmen Band 1, Spalte 1,583

  5. Sprichwörter
    Verarmen

    Wander (Sprichwörter)

    Verarmen Wer will verarmen und weiss nicht wie, der halte sich viel Federvieh. – E. von Dincklage, Tolle Geschichten.

  6. Spezial
    verarmen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|ar|men vb.intr. gní dala meseria, rové tla meseria, tomé tla meseria.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verarmen

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verarmen

ver- + armen

verarmen leitet sich vom Lemma armen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verarmen 2 Komponenten

ver+armen

verarmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verarmen‑ als Erstglied (1 von 1)

verarmentieren

MeckWB

verarmen·tieren

verarmentieren , verarmetieren , verteiren 1. verpflegen: verarmentieren Schw Pamp ; dee ward dor verarmetiert Ro Dierh ; füttern: dat Veih …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verarmen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verarmen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verarmen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verarmen/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verarmen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verarmen/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_verarmen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„verarmen"},
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