Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Vampir m.
Vampir m.
Vampir m. dem Aberglauben slawischer Völker entstammende, menschliches Blut saugende Spukgestalt. Die Bezeichnung ist eine Entlehnung (zuerst 1725) von serbokr. vàmpīr, das über serb.-kslaw. *vapir mit m-Einschub (vgl. auch bulg. vampír, вампир) aus serbokr. ȕpīr (vgl. ùpirina ‘Gespenst, Ungeheuer, Drache, Vampir’) entstanden ist. Oder stammt die serbokr. und bulg. Bezeichnung aus mgriech. bampýros (βαμπύρος), das seinerseits aus abulg. *vǫpyrь kommt? Vgl. urslaw. *ǫpyrь, russ. upýr’ (упырь), tschech. slowak. upír, bulg. (landschaftlich) vapír, vǎpír, vepír (вапир, въпир, вепир) ‘Leiche eines bösen Menschen, die nachts als Spukerscheinung (in Tiergestalt) umgeht und Menschen und Tiere durch Blutsaugen tötet’. Über das Dt. gelangt der Ausdruck in westeurop. Sprachen, vgl. frz. vampire, engl. vampire. Dazu in: Serta Slavica, Gedenkschr. Schmaus (1971) 42 ff. – Vamp m. in Hollywood-Filmen entwickelter Typ einer erotisch anziehenden, oft kühl berechnenden Frau (20er Jahre 20. Jh.), amerik.-engl. vamp, verkürzt aus engl. vampire.