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uz

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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31
Verweise raus
24

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

uz m.

Bd. 24, Sp. 2617
uz, m. , koseform des namens Ulrich. zur bildung gramm. 3, 690 ff. 11) als vorname, familienname und in ortsnamen: ipsum Uodalricum ob leporem vocaverunt Uozonem quelle des 10. jhs. bei Jac. Grimm gramm. 3, 691; Uozo 692; zo (11. jh.) Socin mhd. namenb. 38a; Uozo, Uzo (12. jh.) ebda; Uotz, Utz wird dann sehr häufig Fischer schwäb. wb. 6, 312; Staub-Tobler 1, 632; 183; Utzmann gramm. 3, 691 anm.; als familienn. bis heute Utz, Utsch, Uez, Uetz. in ortsnamen z. b. Uzmemmingen, -stetten, -wingen, Uzenäcker, -berg, -bronnen, -wies u. s. w. Fischer a. a. o. 22) der name wird zum appellativum. W. Wackernagel kl. schr. 3, 97; 104. Ueli (Staub-Tobler 1, 183) bezeichnet eine verächtliche mannsperson überhaupt, einen einfältigen, unreinlichen, den säufer, trunkenbold. insbesondere wird Uz als charaktername im anschlusz an die redensart den Uz rufen (s. Ulrich, Staub-Tobler 1, 184; trunkenmette Nürnberg o. j. a 3a; Fischart Garg. 72 ndr.) zur verächtlichen bezeichnung eines dem trunk ergebenen, närrischen gesellen gebraucht: da tratt dort fürher ainr, hier Uotz, der nam sich an vil narrenwis. er sprach 'trag her! wau ist die spis? ich wil mich essen vor hin vol. mit vil gesprechs ist mir nit wol, ich hab denn ouch getrunken gnuog'. der marschalk sprach 'das haut wol fuog: so wirst du waibeln als die töpf'. da truog man her die guldin köpf, der becher ouch ain michel tail. sie trunken all und wurden gail ... damit so ward der Uotze vol und tanzet vast dort hin und her Hermann v. Sachsenheim mörin 3960 ff. M.; herausz mit dem butzen, halt den kopf dem Utzen Fischart Garg. 147 ndr.; ausdruck der verachtung: das weib soll den mann nicht für einen utzenputzen halten, dann er ist ihr mann Hartmann Creidius nuptialia oder fünfzig christliche hochzeitssermonen (gehalten in Augsburg) 1, 428 (Frankfurt 1652); noch allgemeiner in formelhaften verbindungen (Staub-Tobler 4, 1408 f.; Butz und Benz 4, 2005; 1409): gott gebe, es verdriesze Heinzen oder Kuntzen, Utzen oder Butzen (alle welt) quelle bei Fischer 6, 312. —
2052 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ÛƷadv. präpos. adverbium.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    ÛƷ adv. und präpos. aus goth. ut , ahd. ûʒ Ulfil. wb. 144. Graff 1,532. ahd. präpos. 62. — I. adverbium. aus, heraus, hi…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    uzm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    uz , m. , koseform des namens Ulrich. zur bildung gramm. 3, 690 ff. 1 1) als vorname, familienname und in ortsnamen: ips…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Uz

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Uz [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Uz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Uz , Joh. Pet., Dichter des Halberstädter Kreises, geb. 1720 zu Anspach, 1748 Justizsecretär, st. 1796 als Landgerichtsd…

  5. modern
    Dialekt
    Uzm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Uz m. Neckerei, Fopperei: ' du hest den Ollen krägen ', dat wir (beim Mähen der letzten Garbe) sonn' Uz, sonn' Anulkeri …

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Wortbildung

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APA
Cotta, M. (2026). „uz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/uz/dwb?formid=U15306
MLA
Cotta, Marcel. „uz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/uz/dwb?formid=U15306. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „uz". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/uz/dwb?formid=U15306.
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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