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ungewogen

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ungewogen part.-adj.

Bd. 24, Sp. 930
ungewogen, part.-adj. (adv.), nicht (wohl)gewogen (s. d.), nhd. ersatz für untergehendes älteres ungewegen (s. d.); vgl. auch unwäge, übelgewogen, nicht gewogen. steigerungsformen und adv. ( Campe) kaum gebräuchlich. syn. zur act. hauptbed. ungnädig (Sattler phras. 380), ungeneigt, ungünstig, unhold, feind, feindselig, gram, neidig, aufsätzig u. ä.; vgl.n. ubevaagen, schwed. obevgen. pass. von gefesz 1n. 7, 47 (nl. wb. 10, 1681), gut Ayrer 2340, 14 K., cronen Prätorius glückst. 186, flachs Möser 2, 44, fleisch Gotthelf 15, 123 u. s. w.; 'ungefoltert' Schmeller 2, 872 zu wägen III 3 f. (veraltet); wie gewogene worte (s.gewogen sp. 6452): ihre ungewogenen worte nachzuwiegen Kotzebue 1, 209; Gutzkow 6, 256; Zschokke 7, 145; rede Arndt 5, 311; wie mnl. ungewegen 'nicht hoch geschätzt': dasz (dasm. reich) wegen seiner grossen swachheit also u. blieben Schottel friedenssieg 4 ndr.; so würde es (die begleitung der fremden) auch ihm nicht u. sein Kirchhof wend. 2, 368 (veraltet). in der act. hauptbedeutung von personen, mit sein und dat. der person: und wirdt Aeneae Sylvio die schult geben, das er den Polen was u. Rätel schles. chr. 33; alienior est a me er ist mir etwas u. Corvini fons 40; Eusebie war mir nicht u. J. N. Götz verm. ged. 3, 236; Klopstock br. 265; Tieck 3, 380; dem adel u. A. v. Haller Alfred 149; scheinen Schwabe bel. 2, 21; dasz das volk sich so u. gegen seinen poeten bezeiget Thomasius l. Socr. 42; bleiben: und weil ir euch from düncken last, ... so werd ich von euch sehr gehast und bleibt mir ungewogen Ringwaldt evangelia f vb; werden Bütner epitome 112a; mit dat. der sache: sie ist dem hoffart u. G. Neumark lustw. (1652) 85; dem licht Rückert 2, 572. die viehische unmenschliche laster und unthaten der Spanier hatten ihnen den himmel ungnedig und u. gemacht Scherdiger n. n. orbis hist. 45. vom herzen (dasz auch ihr gantzes herz nicht u. sey Henrici 2, 257), wind (Schnabel insel Felsenb. 69, 13 U.; Gries ras. Rol. 1, 232), glück (A. W. Schlegel Athen. 2, 250), vögeln (Rückert 12, 63) u. s. f. attributiv: wegen fünff vornehmer und dem autori sonst nicht ungewogener herren ministerialen Thomasius ernsth. ged. 3, 120; die der liebe ungewogene göttin S. Gessner w. 2, 91; bei diesem mir früher nicht ungewogenen manne Göthe 33, 171 W.; mit ungewognem glücke 5, 61; IV 1, 176, 20 W. da solcher ort ... in ungewogene hände keme Chemnitz 2, 447; unter einem ungewogenen stern Buchholtz Herk. 219. dazu ungewogenheit, f., mangel an gewogenheit und ihr gth.; vgl. miszgewogenheit. n. ubevaagenhed, schwed. obevgenhet. heute ziemlich unüblich, im 17. jh. auch in stärkerer bed.: 'odium, simultas, animus infestus et inimicus; haubt- sive grausame u. capitale et inexpiabile odium, aemulatio infensissima et inexorabilis' Stieler 2523. sonst schwächer 'malevolentia' Frisch : es entstehet uns daher böse nachrede, miszgunst und der leute u. Buchholtz Herkules (1666) 2, 292; erzeigen 1, 890; Herkuliskus 433a; einer kalten u. ähnlich Lohenstein Arm. 1, 467a; 366a; in betrachtung des bösen (entstehet) u. indignatio Thomasius wider d. unvern. liebe 67; Gottsched schaub. 2, 244; ihre ... u. ... erschreckt mich theater d. D. (1768).
3256 Zeichen · 124 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ungewogenadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Ungewogen , adj . u. adv . 1) Nicht gewogen, kein Wohlwollen und keine Liebe habend und zeigend. Sie ist mir nicht ungew…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ungewogen

    Goethe-Wörterbuch

    ungewogen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungewogen

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Ableitung von ungewogen

un- + gewogen

ungewogen leitet sich vom Lemma gewogen ab mit Präfix un-.

Zerlegung von ungewogen 2 Komponenten

ung+e+wogen

ungewogen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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