unfähigkeit,
f.,
gegentheil der fähigkeit.
oft mit fremden wörtern zusammengestellt: so in dem ältesten beleg: nun lag ihm im weg die incapacität, unfähigkeit und trägheit seiner Hebreern Dannhawer
catechismusmilch 1, 4; irregolarità Kramer (1700) 1, 337
b; inhabilité Spanutius (1720) 293, incapacité 287, indisposition 290; Kinderling 281. impotenz
s. unfähig 2
d. enger unbefähigtheit;
das näher stehende unbefähigung (
ob. sp. 270)
geht mehr auf den einzelnen fall. wie unfähig 2 a
β: unfähigkeit zu geistlichen ämtern
irregolarità Kramer
a. a. o.; unfähigkeit zum volksrecht J. Grimm
rechtsalt. 1, 482, 3.
wie unfähig 2
α γ: die unfähigkeit schmertzen zu empfangen Bodmer
v. wunderbaren 55. 70.
ungewöhnlich. wie unfähig 2 b
α: diese formeln drücken .. die unfähigkeit der anerkennung einer eigenthümlichen, sinnlichen sphäre der kunst aus Justi
Winckelmann 1, 79.
wie unfähig 2 b
β: welcher massen nun diese dinge entzogen werden, nachdem verspüret man an sich eine allgemeine schwachheit und unfähigkeit zu allen dingen madame Guion
der weg zu gott (1729) 11; u. zur ordnungsmäszigen geschäftsführung
bürgerl. gesetzb. 712, 1; wenn irgend etwas die unfähigkeit der neueren zeit und der nordischen gegenden
für eine reine und tiefe poetische form bezeugt Gervinus
gesch. d. d. dichtung 5, 50; seine unfähigkeit
als redner Varnhagen
tageb. 6, 302.
wie unfähig 2 b
γ: ihre unfähigkeit, sich in ihr glück zu finden J. A. Cramer
aufseher 1, 12; sich auszudrücken Fontane I 6, 199.
wie unfähig 2 c: ich bin aber sehr beschämt, dasz sie auch mich zu ihrem wettstreite aufrufen, der ich mir meiner unfähigkeit nur gar zu sehr bewuszt bin Schwabe
belustigungen 3, 247; die u. und nullität Göthe 47, 287, 18
Weim.; naive u. IV 232, 6; des organs I 42, 2, 132, 6
Weim.; alle aus u. vom dienst entlassene soldaten Ritter
erdk. 3, 151; privatrechtliche unfähigkeit der weiber Jhering
geist 2, 1, 103; gänzliche u. O. Ludwig 2, 455; körperliche u. Freytag 1, 122; an geisteskrankheit grenzende u. Bismarck
gedanken 2, 232; u. unsrer politik 2, 20; koloniale u.
handwb. d. staatswiss. 5, 1030.
wie unfähig 2 d:
s. dieses. concret: warum wollen sie ... der unfähigkeit ... das feld überlassen? Schiller 14, 193; befugnis darf nicht der u. verliehen werden Fr. L. Jahn 1, 413.
der plur. ( Adelung)
nicht gewöhnlich: den schriftsteller mit allen seinen fähigkeiten und unfähigkeiten darüber vergessen Schönaich
neol. wb. 119, 36
K. zusammensetzungen ähnlich wie beim adj.: unfähigkeitserklärung Jhering
geist 2, 2, 585. unfähigkeitsprotest
im wechselrecht. andrerseits existenzunfähigkeit Wundt
über den wahrhaften krieg (1914) 18
u. s. f.