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überbein

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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16

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

überbein n.

Bd. 23, Sp. 137
überbein, n. , verhärtete sehnengeschwulst, knochenauswuchs. mhd. überbein Lexer 2, 1608; nl. overbeen; n. overben. nhd. vereinzelt auch oberbein (z. b. Hohberg georg. cur. aucta 3, 228a; Comenius § 286), wogegen Heynatz handb.3 333b sich äuszert. pl.: überbeine (z. b. Jacobi 4, 130); auch in den meisten dialecten gebraucht, vgl. Wöste 192a; Mi wb. d. meckl. ma. 4b; Bauer-Collitz 108b; Hügel Wien. dial. 169a; Hunziker 269. 11) es geschieht zu zeiten, dasz an einem ort des leibs ein solch materi zufleuszet, die ob einem bein erhartet und wachset, welches wir ein überbein nennen Wirsung arzneibuch 527; überbein wird zuweilen auch die schilddrüsengeschwulst (Auerbach romane 2, 7) und der höcker (Arnim 8, 339) genannt. das überbein wächst und wird durch segensspruch beschworen (12. jahrh., Müllenhof-Scherer denkm.3 2, 305), abgeschnitten (Hans Sachs 9, 34 Keller), überbunden (Zimm. chron. 3, 540, 31), oder durch arzneimittel vertrieben: zwo adern seind auf der grossen zehen an beiden füssen, seind gut zu lassen ... für ... die überbeyn, die da wachsen an den schinbeynen Dryander d. ganzen arzenei gem. inhalt (1542) 56a; zerstoszen und pflasterweis übergelegt, vertreibet (es) die überbein, Tabernaemontanus 1140. 22) bildlich: fehler, überflusz, überlast: dhäin weltleichs mensch ward nie so rain, es hunch an einem überpayn ring 23c, 11; (dasz man) allen überflusz vermeid, ihn als ein überbein abschneid Hans Sachs 9, 34, 8 Keller; überbeine, sechste dinge J. Grimm kl. schrift. 1, 409; er ist mir ein überbein praegravis mihi est Serz (1797) 160; wilt du anderst ein rechter bilgerin sein, so must du der wölt ein iber pain sein Keisersberg bilgersch., bei Dacheux 268; mein freund präsentierte mich gehörig, damit ich in dieser korporazion der freundschaft kein überbein und hors d'oeuvre bliebe J. Paul Kampanerthal 14. überbeinig, adj., che ha soprossi Jagemann (1816) 1191a. die wen of een knobbelgezwel heeft Kramer deutschholl. wb. (1787) 465a. hierzu überbeinigkeit, f., bildlich für widerspenstigkeit Görres br. 2, 84.
2093 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    überbeinstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    über-bein stn. überbein, ganglion Dief. n. gl. 189 a . Beh. 12,11. Hätzl. 1. 30,50. Ring 2 c , 12. 42,11. Altsw. 229,26.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Überbein

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Überbein , des -es, plur. die -e, eine fehlerhafte Erhabenheit an den Händen und Füßen bey Menschen und Thieren, wel…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ueberbein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ueberbein , lat. ganglion , eine runde, elastische u. schmerzlose Geschwulst von der Größe einer Haselnuß bis Wallnuß, a…

  4. modern
    Dialekt
    Überbein

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Überbein n. Ganglion, Knochenwucherung, meist auf der Hand Liebsd. Hi. Hlkr. M. Mittl. Hf. I ch wo ll t doch das wüeste …

  5. Sprichwörter
    Ueberbein

    Wander (Sprichwörter)

    Ueberbein Er ist ein Ueberbein aller Welt. – Eiselein, 608; Braun, I, 4638.

  6. Spezial
    Überbein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Über|bein n. (-[e]s,-e) ‹med› suraos (-sc) m. , esostosa (-ses) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ueberbein

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ueberbein

ueberbern + -e + -in

ueberbein leitet sich vom Lemma ueberbern ab mit Suffixen -e und -in, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von ueberbein 2 Komponenten

ueber+bein

ueberbein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ueberbein‑ als Erstglied (1 von 1)

überbeinig

PfWB

ueber·beinig

 über-beinig Adj. : ' über kreuz (mit den Beinen) ', iwwerbeenich [ Lambert Penns 86].

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ueberbein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ueberbein/dwb?formid=U00226
MLA
Cotta, Marcel. „ueberbein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ueberbein/dwb?formid=U00226. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ueberbein". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ueberbein/dwb?formid=U00226.
BibTeX
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