Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Tusche
Tusche
tuschen Vb. ‘mit Wasserfarbe malen, eine Zeichnung farbig ausgestalten, kolorieren’ (2. Hälfte 18. Jh.), zuvor ‘etw. einfarbig darstellen, eine Zeichnung einfarbig ausgestalten, mit dunkler Farbe schattieren’, entlehnt (vereinzelt getuscht, getouscht, 16. Jh., geläufig seit Anfang 17. Jh.) aus mfrz. frz. toucher, afrz. tochier ‘berühren, anrühren, treffen, schlagen, antreiben, betreffen, zu Herzen gehen’, frz. auch ‘ein Bild ausführen’ und ‘Farbe, Druckerschwärze auftragen’. Dem frz. Wort liegt vlat. *tōccāre ‘schlagen, treffen’ (vgl. ital. toccare ‘berühren, anfühlen, anstoßen’) zugrunde, eine lautnachahmende Bildung, die von dem beim Auftreffen auf einen Gegenstand entstehenden dumpfen Ton (tok) ausgeht. – Tusche f. ‘zum Zeichnen, Beschriften verwendete, tintenähnliche schwarze Flüssigkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.), älter überhaupt ‘zum Schreiben, Zeichnen, Schattieren, Kolorieren verwendete Farbe’, auch ‘Wasserfarbe’ (Anfang 18. Jh.), wohl gekürzt aus gleichzeitig bezeugtem Tuschfarbe, vielleicht unter Einwirkung von ebenfalls in der Malerei (für ‘Pinselstrich, Malweise’) üblichem deverbativem frz. touche, eigentlich ‘Berührung’ (afrz. toche).