Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
tuft
den Gl. stammt aus dem 13. Jh. [Gl. 3, 350, 55
Darmstadt 6, mfrk.], ein zweiter ist eine [spä-
tere?] Randglosse zu einer Hs. des 10./11. Jh.s
[Gl. 1, 687 Anm. 5]):
‚Duft, Hitze, Frost, gelu,. – Mhd. tuft st. m.
cauma, aestus‘
‚Dunst, Ne-, nhd. Duft, bis ins 18. Jh. auch
bel, Tau, Reif‘
gelegentlich f. Der t-Anlaut hält sich vereinzelt
bis zum Ende des 17. Jh.s. Das Wort ist im
obd. und md. Sprachgebiet verbreitet, dagegen
kaum im ndd.; erst seit Anfang des 18. Jh.s tritt
die Bedeutung
‚Geruch‘auf. Die hochsprachl.
älteren Bedeutungen sind dial. noch erhalten;
vgl. bair. anduft
‚gefrorener Dunst, der sich im.
Winter an die Bäume und andere Körper
hängt‘