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tuetsche

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tütsche f.

Bd. 22, Sp. 1944
tütsche, f. , nominalbildung zu tütschen (s. dort), die gegenüber synonymem tunke im sprachgebrauch nicht durchdringt und im wesentlichen auf md. maa. beschränkt bleibt (s. Anton Oberlausitz, stück 5, 8; Gerbet Vogtland 428; Müller-Fraureuth obers. 1, 223; Keller Thür. 46, sowie teil 11, 1, 1, sp. 526 s. v. titsche u. bei Schmeller bair. 1, 634, der die tütschen 'sauce' für Nürnberg bucht); in wörterbüchern des frühen nhd. finden sich vielfach noch nebeneinander: titsche oder tuncke, brühe oder suppe, das brodt darin zu tuncken une sauce, intinctus, embamma Duez dict. (1664) 517; tuncke, tütsche condimentum, intinctus, embamma Stieler stammb. (1691) 2263; tütsche, brühe oder tuncke a sauce, ragoo or kickshaw Ludwig teutsch-engl. (1716) 2042; Adelung jedoch erklärt bereits: [] in den niedrigen sprecharten wird eine tunke titsche oder tütsche genannt 4 (1780) 1104. 11) 'alles dasjenige, was man an statt des sallats in einem absonderlichen commentlein (schüsselchen) zum kalten oder warmen gebratens zum tütschen und eintuncken auffzusetzen pfleget, ... als z. e. kirsch-tütsche' (Amaranthes frauenzimmer-lex. [1715] 2053; so noch im frauenzimmerlex. 2 [1773] 3673; s.tunke 1): bey den braten werden in schüsselchen auffgesetzet die tütschen oder duncken, der salat vndt andere sachen appetit zu machen ... assaturis superadduntur in scutellis embammata (intinctus) acetaria et alia appetitus irritamenta Comenius janua (1644) 170; er mache sich eine brhe oder ttsche zu seinen [!] abend-essen Chr. Thomasius leben Socratis (1693) 69; der anfang im essen solle von ttschen und krAeutern, oder salat ... gemacht werden, worauf man alsdann das fleisch geniessen kann Hohberg georg. cur. aucta 3, 1 (1715) 113a. 22) 'diejenigen abgewürtzten, und mit allerhand sachen schmackbar angemachten brühen, so über das gekochte fleisch, oder gesottene fischwerck angerichtet werden' (Amaranthes a. a. o.): die köche gieszen über das verderbte eszen eine saure zwiebeltütsche her Chr. Weise überfl. ged. (1692) 2, 120. bildlich: F.: er fällt warhafftig von der hütsche ('schemel', s. teil 4, 2, sp. 1580), wo er das mädgen mehr begehrt. B.: mein freund, er koste nur die tütsche er ist des fleisches doch nicht werth (vgl.brühe teil 2, sp. 424 [3] u. tunken I A 1 a γ letzter beleg) ebda 149 ndr.; wer seine liebes-historien allzeit an die grosze glocke schriebe (laut damit prahlt), der fabulirte meistenteils einen groszen handel daher, und hAette kaum die ttsche genossen ders., die drey klügsten leute (1675) 280; im sinne von 'mitgift': eine wittfrau lAesset sich alle tage bey mir anbieten, und mich dnckt, die alte henne mag eine gute ttsche haben ebda 66. 33) vereinzelt auch als verächtliche bezeichnung für ein schlechtes getränk: für solche ttsche dank' ich Anton Oberlausitz 5, 8.
2847 Zeichen · 54 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tütsche

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Tütsche ,

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuetsche

7 Bildungen · 3 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von tuetsche

tuetscheln + -e

tuetsche leitet sich vom Lemma tuetscheln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von tuetsche 2 Komponenten

tuet+sche

tuetsche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tuetsche‑ als Erstglied (3 von 3)

t(ü)tsch(e)mutter

DWB

tuetsche·mutter

t ( ü ) tsch(e)mutter , f. , wie tutschfrau, s. dort u. vgl. DWB käsemutter teil 5. sp. 255; im älteren ostmd. mehrfach nachweisbar: nach la…

tütscheschüsselein

DWB

tuetsche·schuesselein

tütscheschüsselein , n. , vereinzelt lexikalisch bezeugt ( s. tütsche): ttsche-schsselein scudellina da intingolo Kramer teutsch-ital. 2 (…

tuetsche als Zweitglied (4 von 4)