Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
trotzlich
trotzlich (trutzlich, tratzlich), adj., ein fast nur im 16. jh. gebräuchliches wort, meist als adverb zu trotzig neben der regelmäszigen form trotziglich verwendet. mnd. begegnet auch trasliken, s. Schiller-Lübben 4, 606 und treszliken, s. städtechron. 35, 1, 45; trastliken 16, 105, 15; die mundartliche verteilung der drei formen trotzlich, trutzlich, tratzlich, neben denen auch trötzlich, trützlich und trätzlich begegnen, entspricht der von trotz und trotzig. tratzlich, im 16. jh. weit häufiger im gebrauch als tratzig, begegnet auch im Elsasz ( Geiler v. Keisersberg, Thomas Murner ), wo heute…