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Triangel

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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14 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Triangel

Triangel

tri- Bestimmungswort in Zusammensetzungen mit der Bedeutung ‘drei, dreimalig’. Zugrunde liegt das im Griech. und Lat. häufige Kompositionsglied griech. tri- (τρι-), lat. trī̌- ‘drei-’, das im Ablaut zu den unter drei (s. d.) angegebenen Zahlwörtern griech. tré͞is (τρεῖς), lat. trēs steht. Im Dt. in vielen auf dem Griech. oder Lat. beruhenden Zusammensetzungen. – Triangel m. n. (seit 19. Jh. auch f.) Schlaginstrument aus einem zu einem gleichseitigen Dreieck gebogenen Stahlstab, dessen Klang (in Diskantlage) die höchsten Obertonfrequenzen im Orchester aufweist (16. Jh.). Zuvor mathematischer Terminus Triangel, Triangul n. m. ‘Dreieck’ (15. bis 18. Jh.), aus gleichbed. lat. triangulum n., spätlat. triangulus m., Substantivierungen des Adjektivs lat. triangulus ‘dreieckig’; vgl. lat. angulus ‘Ecke, Winkel’. Trilogie f. ‘Folge von drei thematisch zusammengehörenden künstlerischen Werken’, ursprünglich von Tragödien (2. Hälfte 18. Jh.), aus griech. trilogía (τριλογία) ‘die drei zusammenhängenden Tragödien, mit denen die tragischen Dichter in Athen bei den dramatischen Wettkämpfen auftraten’. Trimester n. ‘Drittel eines Studienjahres’ (2. Hälfte 19. Jh.), in Analogie zu Semester (s. d.) gebildet nach lat. trimēstris ‘dreimonatig’ (zu lat. mēnsis ‘Monat’); zuvor vereinzelt ‘Zeitraum von drei Monaten’ (Ende 18. Jh.), wohl nach dem Vorbild von gleichbed. frz. trimestre m. (18. Jh.), der Substantivierung des gleichlautenden, ebenfalls auf dem Lat. beruhenden mfrz. frz. Adjektivs. Triptychon n. ‘dreiteiliges (Altar)bild’ (2. Hälfte 19. Jh.), substantiviertes Neutrum von griech. tríptychos (τρίπτυχος) ‘dreischichtig, -lagig, dreifach gefaltet’; vgl. griech. ptychḗ (πτυχή) ‘Falte, Schicht, Lage’. Triumvirat n. ‘Dreimännerherrschaft (im antiken Rom), Herrschaft von dreien, Dreiheit’ (1. Hälfte 18. Jh.), aus lat. triumvirātus ‘Amt eines Triumvirn’, zu lat. triumvir ‘einer der drei Männer des Triumvirats’; vgl. lat. vir ‘Mann’. Auch in Neubildungen der Wissenschaftssprache, z. B. Trigonometrie f. ‘Messung und Berechnung von Dreiecken’ (17. Jh.), nlat. trigonometria, geprägt von dem deutschen Mathematiker B. Pitiscus (1595) zu griech. trígōnos (τρίγωνος) ‘dreieckig’; vgl. griech. gōnía (γωνία) ‘Ecke, Winkel, Winkelmaß’.
2242 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trīangel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Trīangel , des -s, plur. ut nom. sing. eine von drey Linien oder Seiten eingeschlossene Figur. Aus dem Lat. Triangul…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Triangel

    Goethe-Wörterbuch

    Triangel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Triangel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Triangel , in der Mathematik dasselbe, was Dreieck (s. d.). — In der Musik ein Schlaginstrument, bestehend aus einem Dre…

  4. modern
    Dialekt
    Triangel

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Triangel Band 4, Spalte 4,461-464

  5. Spezial
    Triangel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tri|an|gel m. (-s,-[n]) ‹mus› triangul (-ui) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit triangel

10 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von triangel 2 Komponenten

tri+angel

triangel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

triangel‑ als Erstglied (10 von 10)

triangelförmig

DWB

triangel·foermig

triangelförmig , adj. : zwölf gekoppelte korinthische säulen tragen den architrab, ... darüber das triangelförmige frontispiz A. H. Niemeyer…

triangelkopf

DWB

triangel·kopf

triangelkopf , m. , die einfassung eines abbrechenden ufers, vermittelst eines busch- oder packwerks, an welchen man hin und wieder triangel…

triangelmusik

DWB

triangel·musik

triangelmusik , f. : ich spitzte immer die ohren, ob ich nicht irgend eine trommel- und triangelmusik hörte Heine 4, 359 E. —

triangelpart

DWB

triangel·part

triangelpart , m. : o Frankreich, du neues Spanien! wirst vom ersten violinpult ans letzte bratschenpult gesetzt, was sage ich, übernimmst d…

triangelpunkt

DWB

triangel·punkt

triangelpunkt , m. , bei der triangulierung: verschiebungen der triangelpunkte ..., welche das ganze netz der construction, wo keine astrono…

triangelweise

DWB

triangel·weise

triangelweise , adv. , astrologisch, in der weise des ' triangels ', eines bestimmten aspects der planeten, s. triangel 3 e: Jupiter und die…

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Cotta, M. (2026). „triangel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/triangel/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „triangel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/triangel/pfeifer_etym. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „triangel". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/triangel/pfeifer_etym.
BibTeX
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