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treuschen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treuschen vb.

Bd. 22, Sp. 388
treuschen, vb. , s.dreuschen teil 2, 1407 und tratschen 11, 1, 1, 1276. dazu gehört: 11) in der bedeutung 'spritzen': treuschen aquam dispergere Stieler (1691) 2327; ich treusche dispergo aquam cum sonitu Steinbach (1734) 2, 852; treuschen 'spritzen', ich ward von dem wagen betreuscht, besprützet mit koth besprenget Bock id. pruss. (1760) 70; man sah das getreuschte (var. getreste) blut (des ermordeten hochmeisters) am weissen mantel, den b. Johann an hatte, darumb sie griffen in an und sprachen: o du verreter, du hast ermordt deinen herrn S. Grunau preusz. chron. 1, 542; zeuch die kirschen von den stielen und wirff die stiele weg. darnach nim die kern aus den kirschen, und zerstoss die kernen sonderlich. denn wenn man die kernen mit den kirschen zerstört, so tröschen (andere ausg. treuschen) sie zu sehr den safft hinweg Coler hausbuch (1613) 127a, vgl.tröschen spritzen J. D. Köhler schles. kernchronik 2 (1711) 725. die bed. 'klatschend regnen' (s.tratschen 1) ist auch bei der form treuschen die häufigste: es regnet dasz es treuscht Kramer-Moerbeck (1768) 346b; Hennig preusz. wb. (1785) 279; schlesisch: wenn es stark regnet, sagt er (der grafschafter): s raint dosz traischte Ad. Langer erinn. a. d. leben e. dorfschullehrers (1900) 11; s raante, doasz treeschte D. Bomolcke sprüchw. (1734) c 6a; es trêscht ok asu es regnet stark Weinhold schles. 99b. 22) in der bedeutung 'schwätzen': da höret, lieben kinder, wie trewlich euch Sirach warnet und vermanet, das jhr nicht an waschen, treuschen und viel plaudern euch gewehnen solt F. Rhot Jesus Sirach (1587) 1, 281a; und wescht oder treuscht mehr ... denn er zu verantworten weisz C. Julius Susanna u. Daniel (1610) 92; du hast jmmer zu treischen viel, halts maul, adr kum dir ubr die haut Rinckhart christl. ritter 50 ndr., vgl. 25; treuschen snappen, praaten, kallen, babbelen Kramer-Moerbeck (1768) 346b. hierher vielleicht, mit ähnlicher bedeutungsentwicklung wie bei treifeln, oben sp. 102, ein vereinzelt gebuchtes treuschen, getreuschet idem est quod triegen sive betriegen, astute agere, unde treuschung fraus, fallacia Stieler 2327. 33) ableitungen und composita: treusch, treisch, m. a) starker regengusz drêsch Hertel Thür. 246, vgl. 3trosch und drasch teil 2, 1340. b) geschwätz: dar nach so komet kalpfleisch; damit hat er groszen treisch. kalbesbraden und kalbeskrose, die koppe, die füsze sint auch nit bose. darzu eszet er die millich auch gern, die wil er bfur abe nit enpfern städtechron. 17, 316 (Mainz, 15. jh.). —
2550 Zeichen · 53 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Treuschen

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Treuschen , s. Träuschen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treuschen

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von treuschen 2 Komponenten

treu+schen

treuschen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

treuschen‑ als Erstglied (3 von 3)

treuschenleber

DWB

treuschen·leber

treuschenleber , f. , als leckerbissen besonders geschätzt: sucht das best von allen stücken! das karpenzingly dundt ir verschlucken, des ka…

treuschenmaul

DWB

treuschen·maul

treuschenmaul , n. , als schimpfwort von dem groszen maul der treusche genommen: nun schwig, du schantlicher valscher pfaff! trischenmul! du…

treuschenschnur

DWB

treuschen·schnur

treuschenschnur , f. : dise fisch zu fahen pflägt man lange schnür zu haben, welche man auff 40 und 60 schritt hinab lasst, mit vil haggen o…