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treideln

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treideln vb.

Bd. 22, Sp. 100
treideln, vb., 'ein schiff auf einem flusse durch menschen oder thiere, die an den ufern sind, fortziehen' allg. dtsche bibl. (1778) 34, 2, 612; seit der zweiten hälfte des 18. jhs. belegte schriftsprachliche erweiterung des mnl., mnd., nnl., nnd. treilen, treulen, treieln, treueln. als abweichende bildungen beachte trindeln (1833) Nasius strompolizeil. verordn. f. Stettin 2, 15 und trödlen Schrader dtsch.-frz. 2, 1380; treiteln Mothes baulex. 4, 366. das wort ist für alle küstenlandschaften und fast ausschlieszlich für sie notiert, und zwar in der ursprünglichen form treilen usw. im westen: Doornkaat-Koolman 3, 432; brem.-nds. wb. 5, 108; Richey id. hamb. 313; Schütze holst. id. 4, 280 (hier auch treideln); im osten vereinzelt in der erweiterten form: Frischbier preusz. wb. 2, 410a. im binnenlande selten bezeugt: Knothe schles. ma. i. Nordböhmen 185; Müller-Fraureuth obersächs. u. erzgeb. maa. 1, 246; Lenz Handschuhsh. dial. 72. die geographische verteilung weist auf den westen als verbreitungsherd. aus dem mndl., das seinerseits aus mengl. trailen, engl. trail 'schleppen' (in der bedeutung abweichend ags. træglian 'carpere') stammt, entlehnt. zu grunde liegt frz. traille 'fährseil' aus lat. tragula 'schleppnetz', s. Kluge 10494; Franck-van Wijk 707b; Holthausen 191b. die lexikalischen bezeugungen sind, auch für die unerweiterte form verhältnismäszig jung: treylen fune navem trahere Kilian (1605) 566; treilen Hederich 2, 3000; Schaffer dtsch.-frz. 2, 2, 375; treideln Adelung 4, 667; treilen, treideln, treudeln Bobrik naut. wb. 696; treilen Mothes baulex. (1882) 4, 366. entgegen Weigand d. wb. 2, 1067 nicht bei Stieler: si eciam navium transitus ... haberi poterunt ... ex utraque parte littoris spacium duarum virgarum, videlicet roden, propter opus, quod troilen dicitur (1317) pommersch. urk.-b. 5, 301; s. auch die belege bei Schiller-Lübben 4, 609 -610; bei starker strömung und konträrem winde musz das fahrzeug von der mannschaft getreidelt werden K. Bücher arb. u. rhythm.4 428. von den zusammensetzungen sind höheren alters, daher zunächst mit dem compositionselement treil(e)- gebildet, nur die, die sich auf den engeren arbeitsvorgang beziehen:
2220 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Treideln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Treideln , verb. reg. act. welches nur in der Schifffahrt auf Flüssen einiger Gegenden üblich ist, und so viel als ziehe…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Treideln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Treideln , das Ziehen eines Flußfahrzeugs mit Tauen durch Pferde oder Menschen, in Holland Trecken genannt, daher ein Ka…

  3. modern
    Dialekt
    treideln

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    treideln Band 4, Spalte 4,383

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treideln

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Zerlegung von treideln 2 Komponenten

treid+eln

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