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traufel

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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5
Verweise raus
4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

traufel f.

Bd. 21, Sp. 1409
traufel, f., trulla, maurerkelle. mit ausnahme von trulla druffel voc. ex quo Nürnberg 1482 s. v. nur westdt., vom südlichen Rheinfranken bis nach Ostfriesland, vgl. mndl. trufel, truweel, das aus frz. truelle (lat. trulla, trua) entlehnt ist, s. Verwijs-Verdam 8, 748 u. 755; Franck-v. Wijk etym. wb. 710. an eine ableitung von träufen, träufeln ist trotz Scholl Ottweiler 98 nicht zu denken, schon wegen des fast regelmäszigen anlauts tr- und weil die vorauszusetzende grundform doch träufeln sein müszte statt des im Rheinlande herrschenden drippeln. schon spätahd.: trulla drufla ahd. gl. 3, 123, 18 (Heinr. sum. cod. Darmst. 6); trulla trufelo ferrum latum unde parietes liniuntur ahd. gl. 1, 457, 24; auch in ausgesprochen niederrhein. Prudentiusgll.: thrufla 2, 581, 5 (11. jh.); chella, trxflb (d. i. trufla) 2, 563, 4 (11. jh.), gegenüber chella in obd. glossen an den entsprechenden stellen. auch sonst in späten glossensammlungen und wörterbüchern fast nur westdeutsch: trulla trufel (15. jh.), truyfel (Köln 1507); truefel (md. 15. jh.), druffel (md. 15. jh.) Diefenbach 599c. verhältnismäszig selten in zusammenhängenden texten, gleichfalls niederrhein.: (übereinkunft) dat man alweige steder wijs vier werklude mit vier truyffelen halden soll (1430) acten z. gesch. d. verf. u. verwalt. d. stadt Köln im 14./15. jh. 2, 265 W. Stein; unde in syner hand was een truyfful des kalkes (trulla caementarii) Cölner bibel zw. 1480/90 Amos 7, 7; s. auch Schiller-Lübben 4, 618; in modernen dialekten: nur ganz vereinzelt gegenüber sonstigen tr- mit anlautendem dr-, rheinfrk. drǫufəl Scholl Ottweiler 98; traufel Gangler Lux. 454; traufel Schmitz sitten und sagen d. Eifler volkes (1856) 1, 232a; Christa Trier 70a; traufel Wegeler Coblenz 77; traufel Schmidt Westerwald 408; trufel Leihener Cronenberg 125; truhfel Waldbrühl Rhingscher klaaf 214; drufel, trufel Woeste westf. 60b; drufel i. q. trufel ... welche form auch die richtigere ist Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 344b; troffel, truvel, truivel ter Laan Groningen 1059b.
2074 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    traufelf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    traufel , f. , trulla, maurerkelle. mit ausnahme von trulla druffel voc. ex quo Nürnberg 1482 s. v. nur westdt., vom süd…

  2. modern
    Dialekt
    Traufel

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Traufel Kelle s. Truffel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traufel

14 Bildungen · 5 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von traufel 2 Komponenten

trau+fel

traufel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traufel‑ als Erstglied (5 von 5)

Traufelbohr

RhWB

traufel·bohr

Traufel-bohr Saarbg-Wehing , Neuw-Datzeroth n.: Bohrwinde an der Traufel 2 a ζ.

Traufel II

RhWB

Traufel II das Wort, ndl. troffel, mnd. trûfel entsprechend, ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk drauwel, –ǫu-, –ou- [ Birkf-Idar -ō-; Bitb-Rit…

traufel als Zweitglied (9 von 9)

Fladentraufel

RhWB

fladen·traufel

Fladen-traufel vlā : trufəl Heinsb-Kirchhv f.: Gerät, Kelle, zum Auftragen des Obstmuses auf die Fladen.

Tortentraufel

RhWB

torten·traufel

Torten-traufel -uf- Dür f.: eine Art Kelle, mit der man das Obstmus auf die Torte aufträgt.