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Topen

nhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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1

Eintrag · Elsässisches Wb.

Topen

Bd. 2, Sp. 697b
Tapen, Topen [Tâpə Obbruck; Tópə fast allg., daneben Tûpə Katzent. Horbg. Dü. K. Z.; Tâpə u. Tyopə M.; Pl. ebs., aber Tápə Obbruck; Demin. Táplə S. O., Tápl O. bis Illk., daneben mit dem ö-Umlaut [é] die Formen Tépli Banzenh., Téplə Pfetterhsn. Hi. Sier. Lutterb. Su. Hlkr. Horbg. Dü. Ingersh. Katzent., Tépl Urbis Rchw. Meis. Barr Kerzf. Mütt. K. Z. Han. Lobs., Têpl Illk. NHof Str. W.] m. 1. Pfote, Tatze, insbes. die Pfote der Katze. ‘die Katzen greiffen mit den topen darein’ Geiler J. Sch. 51. Rda. D Katz het ihm der Topen geben hat ihn gekratzt Bf. Wënn ich drei Su derfür bekommen hab, haw ich gemeint, der Aff lust mir mit zehn Topen meinte ich, wunders wie viel gelöst zu haben Horbg. ‘die Daappe la patte’ Martin Parl. N. 528. 2. Hand (verächtl.). Gang ewëg, öder ich schlog dir uf d Topen! Fisl. Er het ere (ihr) der Topen [] in s Mul gesteckt Co. Der Kërl het e Paar Topen wie n-e Bär Barr. Rda. Er het glich sini Topen drin er ist gleich dabei, zuzugreifen, zum Anschauen oder Essen; auch übertr. er mischt sich gleich in alles hinein Dü. Mutter zum frierenden Kinde: Hest kalti Topen! Ei, ei, ei! Mark. De channst mir am Topen sugen! Roppenzw. Ër kann jetz am Topen sugen, da er alles durchgebracht hat Banzenh. ‘lassen weib vnd kindt daheim in hunger vnd frost sitzen, also das sie gleich wie der Bär die dopen saugen müssen’ Geiler, 70. Narr (Kl.). ‘hat man nichts, so sauget man die tapen’ Fisch. Garg. 111. ‘und an dem dopen sugen hert’ Brant Narr. 70, 21. Du kannst am Topen lullen! derbe Abweisung Gebw. Wenn man etwas lange sucht, aber nicht findet, so hat der Teüfel der Topen druf Gebw. ‘Als loss der von de Dobe nurr d'wysse Hänschi wegg’ Pfm. III 7. Zss. Tapenhändschig Seite 348. 3. Schlag auf die Hand. ‘Dobe gèn Schläge auf die Hand geben mit einem Lineal, war eine in den Schulen übliche Strafe Str. CS. 26. Übertragen: Einem das Däbel geben einem bei guter Gelegenheit einen Streich geben; einen hinterwärts verläumden; auch ins Gesicht, einen fein abfertigen Klein. ‘Die Buewe krieje in der Schuel ken Dobe’ Pfm. I 6. ‘Dir wäre jetz d'Dobe nit fehle’ Hirtz Ged. 233. ‘D'r Lehrer schilt't un gitt uns Doobe noch d'rzue’ Kur 10. ‘Un Dobe un Klapfe, diss het's als geräjt’ Schk. 99. 4. Tölpel.r Topen het wieder d Suppenschüssel geheien lossen Katzent.dummer, schläfriger, blödsinniger Kerl Klein. Demin. 5. Pfötchen. Dër Tappi ist im Ami (Hundename) uf s Töpel getrëtten Illk. Negro, gib mir s Töple, darnoch bist brav! Sier. ‘Im Kätzel sini Déeble’ Str. CS. 26. 6. verkümmerte Hand, angeborener oder erworbener Bildungsfehler Hf. 7. Schlag auf die vereinigten Fingerspitzen mit einem Stock od. Lineal, ehemalige Schulstrafe. D Katz gibt einem e Töpel (kratzt), und der Schulmeister äuch Wh. Ër het für jedenhler e Töpel behummen Dunzenh. 8. Prise, soviel man zwischen den Fingerspitzen fassen kann. E Töpele Salz Z. Ingw. ‘e Debele Mehl’ Str. St. Basel 78.
3031 Zeichen · 115 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    topen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    topen , s. DWB toppen .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Topen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Topen , im Sanscrit stûpa , alte Grabhügel in Baktrien, in denen besonders altpers. Münzen gefunden werden.

  3. modern
    Dialekt
    Topen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Tape n , Tope n [Tâpə Obbruck ; Tópə fast allg., daneben Tûpə Katzent. Horbg. Dü. K. Z. ; Tâpə u. Tyopə M. ; Pl. ebs., a…

  4. Sprichwörter
    Topen

    Wander (Sprichwörter)

    Topen Er topet 1 , wie-n-e Chatz in e frisches Mues. – Sutermeister, 90. Mit dem Fingern in etwas langen, herumgreifen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit topen

11 Bildungen · 1 Erstglied · 9 Zweitglied · 1 Ableitungen

topen‑ als Erstglied (1 von 1)

Topende

WWB

top·ende

Top-ende m.n. [verstr.] 1. Baumwipfel. — 2.1. (dünnes) oberstes Ende eines Baumstammes. — 2.2. Holz aus der Baumkrone (nicht astfreies Holz)…

topen als Zweitglied (9 von 9)

Bärentopen

ElsWB

baeren·topen

Bäre n tope n m. 1. grosse Hand oder grosser Fuss Olti. ‘Beren doppen’ Geiler S. M. 5 b . 2. Pl. Pelzhandschuhe mit Daumen Mü. Str. Hf. ‘D'B…

herum topen

ElsWB

herum·topen

h erum tope n 1. herumtasten, ungeschickt angreifen. Wie lang tops t noch a n dëm Struss h erum? Bf. 2. mit schmutzigen Händen betasten. Top…

Hundstopen

ElsWB

hunds·topen

Hundstope n m. Hundepfote Str. ‘Jedermann verwundert sich iwwer der Isemänne-n-iere Rock, der isch ganz gedupft gsinn, von wäje de viele Hun…

Katzentopen

ElsWB

katzen·topen

Katze n tope n m. 1. Wundklee, Anthyllis vulneraria NBreis. Logelnh. 2. Demin. Pl. –töple n a) Heusamen, reiner Abfall vom Heu Felleri. ; b)…

umme topen

ElsWB

umme·topen

umme tope n herumtasten Su. Tops t wi e der am Brot umme? Heidw.

upstōpen

MNWB

upstōpen , -stūpen , swv. : (nur Part. Prät. :) gewölbt?, „ kisten mit vͦpstupeden leden ” (Ssp. Borchling 87), „ jemandes were ... veer ege…

vertopen

ElsWB

vert·open

vertope n 1. durch Ungeschicklichkeit der Hände in Unordnung bringen. I ch ha b m i r eso vil Müej ge gë be n für dis Karte n hus ufzestelle…

Ableitungen von topen (1 von 1)

vertopen

ElsWB

vertope n 1. durch Ungeschicklichkeit der Hände in Unordnung bringen. I ch ha b m i r eso vil Müej ge gë be n für dis Karte n hus ufzestelle…