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topas

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

topas m.

Bd. 21, Sp. 813
topas, m., ein meist gelber, in rhombischen säulen kristallisierender edelstein, der aus thonerde, kieselsäure und fluor besteht und den achten härtegrad erreicht. von Plinius nat. hist. ist offenbar 37, 42 dieser stein als chrysolithus 'aureo fulgore' und unser chrysolith 37, 32 als topazus 'virenti genere' bezeichnet worden; aber schon Diodor, Dion. perieg. und dann Agricola de nat. foss. 623 kennen den 'goldgelben' topas. nach Plinius entspricht sein name seinem fundort auf einer fabelhaften insel topazos im rothen meer. auch von seiner heil- und wunderkraft ist im alterthum und mittelalter viel gefabelt worden, so von Dioskorides, Psellus, Isidorus, Marbodus, Albertus Magnus, deren angaben bis auf Zedler univ. lex. 44, 1257 ff. sich vererbten. die beiden lat. formen der vulgata: exod. 28, 17; 39, 10; Hiob 28, 19; Ez. 28, 13; apoc. 21, 20 und psalmen 118, 127 begegnen auch an den entsprechenden stellen der ersten gedruckten deutschen bibel, des Halberstädter bibeldruckes von 1522 und der übersetzung von Eck, aber auch sonst vielfach in älteren deutschen literaturdenkmälern: topâzius Vorauer Moses 60, 16 Diemer; Hesler Apoc. 21909 Helm; himml. Jer. 340 Waag; Wolfram Parz. 780, 20; 791, 30; H. v. Freiberg Tristan 4519; Stricker 11, 165 Hahn, Altswert 42, 11; 102, 3; Volmar steinbuch 85; Keisersberg schiff der penitentz 126; topâziôn Ernst D 2366; Ottokar 69265; H. v. Langenstein Mart. 50, 53; Wernher Mar. 928 Päpke; W. v. Rheinau Mar. 26, 55 Keller (hier in der entstellung topazin überliefert). die verdeutschung topâzî verwenden der Stricker Daniel 6590; Konrad v. Megenberg buch der natur 464 Pfeiffer. wohl auch unter dem einflusz von altfranz. topaze z. b. in der chans. de Rol. und in Chrestiens Perc. (vgl. Godefroy 10, 777) steht die bildung topâz(j)e (pl. en) Rol. 1555; Wolfram Parz. 589, 20; Gotfrid 11139; Ulr. v. Zaz. 4130; Ulr. v. d. Türl. 34b; Eraclius 974; Reinfr. v. Br. 16688. während Luther in seiner bibelübersetzung nur Hiob 28, 19 die lat. form beibehält, sonst aber die nach ihm nur selten gebrauchten bildungen topaser, topasier einführt, steht in der Prager Wenzelbibel eine verdeutschung nur Ez. 28, 13, hier aber bereits entsprechend der späteren schriftsprachlichen norm topaz. ebenso erscheint topas(z) gelegentlich in vocabb. des 15. jhs. gloss. 587c Diefenbach, dann in den wbb. der folgezeit, z. b. bei Frisius (1556) 174a; Dasypodius (erst 1592) Rr 5b; Schönsleder (1647), Jii 26; Schottel haubtspr. 1432; Steinbach 2, 823; Aler 2, 1896; Frisch 2, 377; Adelung 4, 627; Campe 4, 850; vgl. Karmarsch-Heeren 9, 510 f.; K. E. Kluge handb. der edelsteinkde 299 ff., u. s. after-, rauch-, zapfentopas bei Krünitz 186, 83 f.; in der literatursprache ist die form bes. seit dem 17. jh. in normaler verwendung: ein weiszer topasz Lohenstein Arm. 1, 172; aus einem vollen topas geschnitten A. U. v. Braunschweig Octavia 2, 560; einen goldnen ring mit einem schönen topas E. Th. A. Hoffmann 9, 239; ein geschmoltzenem topase fast an farben ähnlichs nasz Brockes ird. vergn. 4, 345; wo die erde gleich topasen Platen 2, 81. wohl unter dem einflusz von franz. la topaze steht die form der topase Besser 1, 256 König; Kosegarten rhaps. 3, 19; plur. topasen K. A. Böttiger Sabina 14; Pückler briefw. 2, 26; es erscheint sogar die rothe topase Kotzebue urtheil des Paris, 8. scene.
3383 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Topās

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Topās , des -es, plur. die -e, ein Edelstein von gelber Farbe, welcher nach dem Sapphir der härteste ist, und in den…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    topas

    Goethe-Wörterbuch

    topas [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Topas

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Topas , Edelstein , aus Thonerde, Kieselerde, Fluor und etwas Eisenoxyd, meistens weingelb, aber auch röthlich, bläulich…

  4. modern
    Dialekt
    Topas

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Topas Band 13, Spalte 952 Topas 13,952

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit topas

22 Bildungen · 15 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

topas‑ als Erstglied (15 von 15)

Topas(i)er

Idiotikon

Topas(i)er Band 13, Spalte 952 Topas(i)er 13,952

topasbrack

DWB

topas·brack

topasbrack , n. , die beim schneiden von schmucksteinen erübrigenden abfälle, die geglüht und dann zu pulver zerstoszen zum schleifen weiche…

topasen

DWB

top·asen

topasen , adj. : im topasnen kelch der tulpe Platen 1, 139 . —

topaser

DWB

top·aser

topaser , m. , von Luther 2 Mos. 28, 17 ; 39, 10; Ez. 28, 13 verwendet, an den beiden ersten stellen auch in der Zür. bibel von 1531; ferner…

topasfels

DWB

topas·fels

topasfels , m. , der Schneckenstein im Voigtlande, in dem der edelstein gefunden wird Adelung 4, 627 ; Campe 4, 850 ; A. G. Werner gebirgsar…

topasfliegenvogel

DWB

topas·fliegenvogel

topasfliegenvogel , m. , Campe 4, 850 ; s. t.-kolibri. — t.- flusz, m., eine nachahmung des edelsteines aus glas, auch ein gelbgefärbtes gla…

Topās-Flúß

Adelung

topas·fluss

Der Topās-Flúß , des -sses, plur. die -Flüsse, sowohl ein durch die Kunst nachgemachter Topas, als auch ein dem Topas an Farbe ähnlicher Kry…

Topasglas

Meyers

topas·glas

Topasglas , gesättigt bergsteingelbes, vielleicht mit Schwefelnatrium gefärbtes Glas, absorbiert energisch chemisch wirksame Lichtstrahlen u…

topasiere

BMZ

topas·iere

topasiere swv. sîn topasieren mir in reiner lüste kam Frl. FL. 20,20.

Topasistein

Idiotikon

Topasistein Band 11, Spalte 903 Topasistein 11,903

topasius

KöblerMhd

topas·ius

topasius , st. N. nhd. Topas Hw.: s. topāziōn I.: Lw. lat. topāzus E.: s. lat. topāzus, topāzos, F., Topas, gr. τόπαζος (tópazos), F., Topas…

topas als Zweitglied (6 von 6)

Áfter-Topās

Adelung

after·topas

Der Áfter-Topās , des -es, plur. die -e, ein Nahme des Böhmischen Rauch-Topases, Morion, welcher eigentlich ein schwärzlicher Krystall ist.

Fránztopās

Adelung

franz·topas

Der Fránztopās , des -es, plur. die -e, eine Benennung der braunen Topase, welche unter dem Rahmen der Rauchtopase am bekanntesten sind; S. …

schneckentopas

DWB

schnecken·topas

schneckentopas , m. eine topasart vom Schneckenstein bei Auerbach in Sachsen. Karmarsch-Heeren 3 7, 774.

untopas

KöblerMnd

untopas , Adj. Vw.: s. untōpas

Ableitungen von topas (1 von 1)

untopas

KöblerMnd

untopas , Adj. Vw.: s. untōpas

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „topas". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/topas/dwb?formid=T06657
MLA
Cotta, Marcel. „topas". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/topas/dwb?formid=T06657. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „topas". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/topas/dwb?formid=T06657.
BibTeX
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