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stubben

mnd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stubben m.

Bd. 20, Sp. 154
stubben, m. , auch stubbe, f., nd. wort für den baumstumpf, im osten geläufig, ostpreusz. auch als stobben, stobbe vgl. Frischbier 2, 373 und oben th. 10, 3, 1, nur vereinzelt im westen, der dafür oder daneben stuken (s. stauche II 3, th. 10, 2, 1131) hat; für sich steht ein vereinzeltes elsäss. stuppen (Martin-Lienhart 2, 607) neben dem obd. weit verbreiteten stumpen (s. d.); aber engl. und nord. hat stubben seine genauen entsprechungen: mittelengl. stubbe, neuengl. stub; an. stubbi (und stubbr), schwed., norw.,n. stubbe (und stubb, stub). grundform germ. *stubban- (und *stubbaz); ags. stybb ist abweichend gebildet, vgl. Murray 9, 1, 1171; Torp nynorsk etym. ordb. 733. neben der form mit germ. geminata BB steht in gleicher bedeutung an. stúfr, wozu mnd. stûf, adj., 'verstümmelt', stûve, m., 'rest' gehört (Schiller-Lübben 4, 456), verwandt mit griech. στύπος 'stock', lett. stups u. s. w. 'stumpf'. in der hauptsache auf die maa. und die provinciell gefärbte umgangssprache beschränkt. flexion schwach, mnd. meist im collectiven plural stubben Schiller- Lübben 4, 445; der alte nom. sing. des masc. stubbe nur in älteren idiotiken Richey 297, brem.-ndsächs. wb. 4, 1074, auch Vilmar 405; sonst auch im nom. sing. masc. stubben. das fem. stubbe nur im osten: Hupel Lief- u. Ehstl. 232; Dähnert 469, zum theil mit dem masc. wechselnd: truncus ein stobben J. J. Woyt thesaurus (1696) 365, dafür eine stobbe ebda (1709) 958. bedeutung: 'das stehen gebliebene stammende eines gefälleten baumes' Campe 4, 723: wanne dat holt ave is, zo schullet de stubben und de grunt ... eres closters bliven. men ze schullet de stubben utroden und van der grund acker maken laten urkdl. 1396 bei Schiller-Lübben 4, 445; stubben raden Dähnert 469; da man sich indessen nicht die mühe gibt, die stobben und wurzeln der bäume wegzuschaffen P. Haak bemerk. auf einer reise (1829) 9; zwischen den stubben ... wird ... roggen bestellt handwb. d. staatswissensch. 23, 841, daher: stubbenfeld flurname auf Usedom, stubbenland: die zwölf acker stubbenland Hans Grimm volk ohne raum 1, 34. — auch das aus den baumstümpfen gewonnene (brenn-) holz: gespaltenes holz, sogenannte stubben, unter dem fenster in einem haufen G. Hauptmann biberpelz (1893) 5; een voder stubben ein fuder feuerholz von stümpfen oder wurzeln brem.-ndsächs. wb. 4, 1074; stockholz, stubben, stuken nennt man die gesamte holzmasse, die sich beim roden der stöcke und wurzeln gefällter bäume ergibt Busse forstlexikon 23 (1930) 363. — übertragen auf den menschen: stobben ... im figürlichen verstande ein mensch, der unbeholfen ist und in gesellschaften nichts redet Hennig preusz. wb. 264; Bock Pruss. 67; Frischbier 2, 373. anders: uff'n ollen schtubben is jut ruhn ein mädchen thut gut, einen älteren mann zu heirathen Brendicke Berliner wortschatz 179; schon im 16. jahrh. von einer alten frau: das ir auch mihr alten stubben zu troste alhie bleiben mochtet B. Sastrow 3, 148.
2984 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stubbensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    stubben , sw. V. Vw.: s. stübben

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stubben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Der Stubben , des -s, plur. ut nom. sing. ein nur im Niederdeutschen übliches Wort, den Stock oder das Stammende eines…

  3. modern
    Dialekt
    Stubbenm.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Stubben m. Stumpf einer gefällten Eiche Gü Gülz . Kü. 1, 412; Me. 1, 994.

  4. Sprichwörter
    Stubben

    Wander (Sprichwörter)

    Stubben 1. Hinter einem alten Stubben ist gut ruhen, sagte die Maid, als sie einen alten Mann heirathen sollte. ( Fahrla…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stubben

11 Bildungen · 9 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von stubben 2 Komponenten

stub+ben

stubben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stubben‑ als Erstglied (9 von 9)

Stubbenbuddel

MeckWB

stubben·buddel

Stubbenbuddel f. kurze dicke Flasche: Stubbenbuddel is vierkantig mit 'n korten Hals Wi Wend ; vor dem Schlachten kreg' de Slachter ierst or…

Stubbenfiᵉne

WWB

Stubben-fiᵉne n. Moor mit konservierten Baumwurzeln im Torf ( WmWb ).

Stubbengräwer

MeckWB

stubben·graewer

Stubbengräwer m. hölzerner Spaten mit eisernem Schuh, der beim Roden der Wurzelknorren benutzt wurde: štųMgrEvər ( Sta Schill ) Blume 23. Sy…

Stubbenholt

WWB

stubben·holt

Stubben-holt n. Holz vom stehengebliebenen Ende eines geschlagenen Baumes ( WmWb ).

Stubbenklöwer

MeckWB

Stubbenklöwer m. jem., der Baumstümpfe rodet und spaltet; im Dorfreim: de Dummerstücker (Einwohner von Schw Dümm erstück) sünd Stubbenklöwer…

stubbenriute

Lexer

stubben·riute

stubben-riute swm. BMZ scheltwort für einen bauer Msh. 3,217 b ( var. stauben rüde). vielleicht stûdenriute?

stubben als Zweitglied (2 von 2)

upstubben

MNWB

° upstubben , v. : aufgraben, „ Wel = ckere Minschen in sodane gruwsamheit vorwandelt wer = den / dat se ... Dodengreue vpstubben / de doden…

ūtstubben

KöblerMnd

ūtstubben , sw. V. Vw.: s. ūtstübben*