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strandeln

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
9
Verweise raus
11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strandeln vb.

Bd. 19, Sp. 840
strandeln, vb., stolpern, schwanken. dunkler herkunft, vgl. auch das ebenfalls dunkle strankeln in gleicher bed. (sp. 873). — seit dem 14. jh. bezeugt: strandeln 'vacillare' voc. lat.-germ. a. d. j. 1432 bei Schmeller-Fr. 2, 816. 'stottern, in der rede stecken bleiben', alt in gerichtsvorschriften: were ouch das ab keyn iude strandilte an sinen eyde ane argelist, daz solde ym nicht zcu varin sten wider keyn den richter noch den cleger privileg. v. d. landgr. in Thuringen a. d. j. 1368 bei Ludewig rel. man. ined. 10, 230; ist aber, daz ein man sin wort selbe sprichit unde beginnet strandelen daran, also daz he eines vorsprechen wol bedorfte, unde bittet denne eines mannes, der sin wort spreche, des mac nicht gesin zu rechte (zum jahre 1275, hs. d. 15. jh.) urk.-buch d. stadt Freiberg 3, 115 Ermisch. wohl im sinne von 'zweifeln': daz man do von rette, wi he gesunt wurde von siner siechen burde, des sullin die ärczte wandelin, ires gemutis strandelin (1355) md. schachb. in zeitschr. f. dt. altert. 17, 311; in der bedeutung 'zweifeln, unsicher sein' mundartlich verbreitet: strandlen Fischer schwäb. 5, 1824; strandele im Odenwald, s. deutsche ma. 1, 382; strantln Lenz Handschuhsh. dial. 69; er strandelt noch daran pfälz. bei Klein prov. wb. 2, 174; strâneln, stranneln Crecelius oberhess. 816; stranneln, strangeln Kehrein Nassau 1, 395; strangla Sartorius Würzb. 120; strannl, strangl Ruckert unterfränk. 177; i ha schou imme dra gstrau~dlt Schmeller-Fr. bair. 2, 816. 'im gehen straucheln', 'im lesen stecken bleiben' Crecelius oberhess. a. a. o.ohne sprachgeschichtlichen grund mit strand in verbindung gesetzt, angeblich in der matrosensprache: zögern, säumen, zweifeln; betrunken taumeln Avé-Lallemant dt. gaunerth. 4, 612. — dazu strandel, strannel, strangel, m., 'zweifel', in der wendung im str. sein 'unschlüssig sein', s. Crecelius oberhess. 816, Askenasy Frankf. ma. 213 u. ö.
1942 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    strandelnstn., swm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    strandeln stn. sie sullin wandelin ires gemûtis strandelin Schb. 311,33 ( oder strandel swm. s. Weig. 2,819 ).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strandelnv., intrs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Strandeln , v. intrs . im Schwäbischen, im Reden anstoßen, stecken bleiben; das Verkleinungswort von stranden , gleich…

  3. modern
    Dialekt
    strandelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

     strandeln schw. : ' etwas nicht gewiß wissen ', strandeln [ Klein Prov. 174]. — Mhd. strandeln 'wakkeln, schwanken' ( …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strandeln

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von strandeln 2 Komponenten

strand+eln

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strandeln als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von strandeln (1 von 1)

gestrandeln

KöblerMhd

gestrandeln , sw. V. Vw.: s. gestrandelen