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sträuben

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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13
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

sträuben

sträuben

sträuben Vb. ‘starr emporrichten’, reflexiv ‘sich aufrichten’, übertragen ‘sich widersetzen’, ahd. strūbēn ‘starren, rauh sein’ (10. Jh.), strūben ‘nach oben richten, rauh machen’ (10. Jh.), mhd. strūben ‘starren, rauh emporstehen (von Haaren und Federn), starr emporrichten, sich widersetzen’, asächs. strūƀian, mnd. strǖven, mnl. strūven, gebildet zum Adjektiv mhd. strūp, strūbe ‘starrend, rauh emporstehend (von Haaren, Federn), struppig, krauskopfig’, frühnhd. straub, asächs. mnd. strūf ‘rauh, uneben, holperig, struppig, wirr’, nl. stroef, verwandt mit den unter strubbelig und struppig (s. d.) aufgeführten Formen. Außergerm. sind vergeichbar griech. stryphnós (στρυφνός) ‘herb vom Geschmack, sauer, zusammenziehend, streng’, lit. strùbas ‘kurz, stumpf, abgestumpft’, vielleicht auch aslaw. strupъ ‘Wunde, Verwundung’, russ. strup (струп) ‘Schorf, Grind, Kruste einer Wunde’. Rückführung auf eine Labialerweiterung von ie. *streu-, *strū̌- (wozu auch Strauch, straucheln, s. d.), einer Form der unter starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’, ist möglich. Das intransitive ēn-Verb und das transitive jan-Verb (s. oben die ahd. Formen) sind frühzeitig miteinander vermischt worden; im Nhd. herrscht aus dem jan-Verb entstandenes umgelautetes sträuben. Die Bedeutung ‘sich widersetzen, sich wehren’ (bereits mhd.) ergibt sich aus dem Emporrichten der Fellhaare, der Federn, des Kammes, der Mähne widerstrebender Tiere. – haarsträubend Adj. ‘entsetzlich, schrecklich’, eigentlich ‘die Haare sträuben machend’ (19. Jh.).
1564 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sträuben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Sträuben , verb. regul. act. 1. Straubig machen, besonders von der Emporrichtung der Haare und Federn. Der Hahn sträubt …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sträuben

    Goethe-Wörterbuch

    sträuben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Sprichwörter
    Sträuben

    Wander (Sprichwörter)

    Sträuben 1. Er sträubt sich, wie der Frosch in der Theertonne. 2. Er sträubt sich wie ein kalkuttischer Hahn. 3. He strü…

  4. Spezial
    sträuben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    sträu|ben I vb.tr. (vom Fell) aricé (aricia), fá sté roduntassö II vb.refl. sich sträuben 1 (sich widersetzen) se impunt…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straeuben

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von straeuben 2 Komponenten

strau+ben

straeuben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

straeuben als Zweitglied (1 von 1)

aufsträuben

DWB

auf·straeuben

aufsträuben , rigefacere, in die höhe sträuben: der vogel sträubt sein gefieder auf ( vgl. aufstrobeln); das kann einem die haare aufsträube…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „straeuben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/straeuben/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „straeuben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/straeuben/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „straeuben". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/straeuben/pfeifer_etym.
BibTeX
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