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steinreich

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steinreich n.

Bd. 18, Sp. 2141
steinreich, n. 1) bis gegen ende des 18. jh. ohne weiteres gleichbedeutend mit mineralreich überhaupt: st. wird der ganze inbegriff der natürlichen steinkörper genennet, man giebt aber dieser benennung eine weitläuftigere bedeutung und nimmt sie vor gleichgültig (gleichbedeutend) mit dem mineralreich bergmänn. wb. (1778) 523; aus dem st. findet man hier schwefel allg. dtsche bibl. 104, 498; die decke ist ... mit ... schönheiten aus dem ... st. geziert Hirschfeld gartenk. 5, 346. das st. steht als drittes reich neben thier- und pflanzenreich: alle mineralische, trockne, feuchte und flüssige körper, welche vom thierreich und pflanzenreich unterschieden sind Jacobsson 4, 282a; das steinreich macht das dritte reich Lessing 1, 96 L.-M. (vgl. 7, 453); in dem pflanzenreiche, noch seltener in dem st. Nicolai lit. br. (1759/65) 337; Laube ges. schr. 5, 125; die vertheilung kostbarer güter aus dem stein- und thierreich Peschel völk. 222. dann wird versucht, den begriff des wortes zu verengen, ihn auf die eigentlichen steinarten mit ausschlusz der übrigen mineralien zu beschränken: vormals wurde das ganze mineralreich darunter verstanden; aber in neuerer und neuester zeit sind die steine blosz ein theil des mineralreiches, indem dasselbe in vier klassen zerfällt, in steine, salze, erze oder metalle, und brenze oder brennbare fossilien Krünitz 172, 678; an schätzen aus dem erz- und steinreiche ist China keineswegs arm Ratzel völk. 3, 508; vom steinreich aber macht ich jagd auf edelsteine nur Rückert 2, 236. doch diese unterscheidung hat sich nicht durchgesetzt, auch im 19. jh. wird st. unbedenklich im sinne von mineralreich ganz allgemein (auch in fachwissenschaftlichen werken) gebraucht: durch die unmittelbare berührung mit den gebürgen und durch das Voigtische mineralienkabinet bin ich diese zeit her wieder in das st. geführt worden Göthe IV 11, 260 W.; die produkte des steinreichs, die ein jedes land darbot G. Forster s. schr. 5, 138; 4, 189; kohlenhornblende, ein fossil, von dem es ... nicht ausgemacht ist, ob es eine eigene gattung im steinreiche ausmacht Zappe miner. handlex. 2, 54; dieses neue mineralische düngemittel ... (zeigt), zu welcher ... nutzanwendung die ... durchforschung des ... steinreiches ... geführt hat Stöckhardt chem. feldpr. 2, 89; das schwefelsaure calcium findet sich im st. in wasserhaltigem ... zustande Muspratt-Stohmann 2, 339; ähnlich 4, 1397; 5, 759; 6, 1444; er freute sich, ... den derben hammer, den er bei sich führte, im st. mächtig walten zu lassen Steub drei somm. 1, 186. 2) einzelnes. a) welt der steine und felsen: dann kam das stein- und gebirgsreich an die reihe Göthe IV 19, 386 W.; vom sternenhimmel, diesem erhabenen dom des steinreichs Novalis 4, 235 M.; man dachte sich die riesen auf felsen und bergen hausend; ihre ganze natur hängt mit dem st. zusammen mythol.4 1, 441; wie das st. durch ein schwer oder leicht anzuwendendes baumaterial auf verschiedenheit der ersten culturzustände wirken muszte K. E. v. Bär red. u. verm. aufs. 2, 22. b) ort für versteinerungen: alle organischen reste, die sich im steinreiche fanden Göthe II 9, 277 W. c) mineraliensammlung: nachher ins museum, wo ich das st. beschaute Göthe III 3, 20 W. d) übertragen mit leisem humoristischem unterton: ach der gute (Klopstock) hat ... ... aus seinen höhen und tiefen sich in das stein- und gebeinreich der lettern und sylben begeben Göthe 5, 37 W.
3427 Zeichen · 98 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Steinreich

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Steinreich , -er, -ste, adj. & adv. 1. Obwohl seltener und gemeiniglich nur im Scherze, reich an Steinen, viele Steine h…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    steinreich

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    steinreich [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    steinreichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    stein-reich Adj. : ' sehr vermögend ', vom Geldbesitz, stäinreich [ KU-Schmittw/O ], steeⁿ - [vereinzelt, Otterstetter 2…

  4. Sprichwörter
    Steinreich

    Wander (Sprichwörter)

    Steinreich 1. Einer ist steinreich, der andere blutarm. Lat. : Nec si forte roges, possum tibi dicere, quot sunt. – Paup…

  5. Spezial
    steinreich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    stein|reich adj. (sehr reich) strarich (-ic, -ca). ▬ steinreich er Mann (Frau) ricun (ricona) m.(f.)

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steinreich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von steinreich 2 Komponenten

stein+reich

steinreich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steinreich‑ als Erstglied (1 von 1)

steinreichtum

DWB

stein·reichtum

-reichtum , m. , abstract. zum adj. steinreich, entsprechend den dort gegebenen bedeutungen. 1) reichtum an steinen: die häuser sind trotz d…

Ableitungen von steinreich (1 von 1)

gesteinreich

DWB

gesteinreich , n. das mineralreich Campe.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „steinreich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/steinreich/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „steinreich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/steinreich/dwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „steinreich". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/steinreich/dwb.
BibTeX
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