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steingeröll

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steingeröll n.

Bd. 18, Sp. 2082
steingeröll, n. 1) unregelmäszig vertheilte (eig. gerollte) gröszere steine, die, besonders in bergigen und felsigen gegenden, den boden ganz bedecken und ihn dadurch unwegsam machen: der reisewagen schwankte heftig ... über die rohen steingerölle A. v. Arnim 3, 395 Gr.; wo sich nach einem beschwerlichen klimmen über fels und st. ein trupp ärmlicher hütten zeigte Immermann 2, 142 B.; die natur des passes so eng und steil voll steingeröll und dornen O. Ludwig ges. schr. 3, 365; mit besagter laterne stieg ich ... über st. zur Akropolis hinauf fürst Pückler briefw. 9, 26; über steingeröll und klüfte gings in feuchte finsternisse F. W. Weber Dreizehnl. (1907) 205; er führte sie sorgsam an der hand über das st. hinab zur strasze Rosegger III 2, 263. als kärglicher boden für bescheidene pflanzen: auf ödem, schwarzem lavafelde wächst ein pflänzlein auf, das erste in schwarzem steingerölle J. Gotthelf ges. schr. 23, 212; an einer kleinen aus st. hervorgesuchten blume Gutzkow ges. w. 1, 132. gern von der steinmasse im flusz- oder bachbett: wie nach gewittern wilde bäche auf grün lebendger wiesenfläche nur steingeröll zurücke lassen Lenau s. w. 654 Barth.; durch das wilde st. des sich erst später zum weltstrom bildenden Rheins Gutzkow ges. w. 11, 84; man hörte nur ihr (der Lomnitz) hinschäumen über das st. Fontane I 6, 35. als steinlawine: lockeres st., wie hinter fusztritten, rollt schallend in den abgrund Eichendorf s. w. 3, 427; grosze einsamkeit und wegen der vielen spuren von lahnenstürzen, wegen der steingerölle und der wilden schrofen etwas melancholie L. Steub drei sommer in Tirol 1, 378. in geologischer schichtung: analoge, aber mehr zusammengesetzte erscheinungen bietet ein anderes ebenfalls bandartiges st. dar A. v. Humboldt kosmos 4, 356; die ungeheuren senkrechten felsen ..., zwischen ihren schluchten ein paar mächtige ströme von steingerölle hervorschiebend Stifter s. w. 1, 257; zeitweise, wenn an stelle des steingerölls ebener ... lateritboden zu tage trat v. Götzen durch Afrika 53; st. aus quarzit in weiszer färbung 76. 2) in der technik material zum bauen von mauern: beton zum ... hafenbau: ... 2 sand und 4 steingerölle Muspratt-Stohmann 2, 464; bei ... steingerölle (für die böschung) musz vorher eine ... humusschicht zur besamung aufgebracht werden Lueger 2, 548; daher verächtlich für verfallene häuser: bringen sie mir die möglichkeit, dasz ich die alte ruine ... ankaufen kann? herr baron, wirklich, das alte st.? Gutzkow ritter 8, 227. —
2511 Zeichen · 74 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    steingerölln.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    steingeröll , n. 1) unregelmäszig vertheilte ( eig. gerollte ) gröszere steine, die, besonders in bergigen und felsigen …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Steingeröll

    Goethe-Wörterbuch

    Steingeröll [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Steingeröll

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stein|ge|röll n. (-[e]s,-e) giarun m. , roa (roes) f.

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Wortbildung

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Zerlegung von steingeroell 2 Komponenten

stein+geroell

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