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stämmig

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

stämmig

stämmig

Stamm m. senkrecht gewachsener Teil eines Baumes, von dem die Äste abgehen, übertragen ‘Geschlecht, durch gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Gemeinsamkeiten verbundene Menschengruppe, Sippenverband’, ahd. stam (um 800; vgl. auch liutstam ‘Volksstamm, Leute’, 8. Jh.), mhd. stam (Genitiv stammes) ‘(Baum)stamm, Geschlecht, Abstammung’, mnd. stam(me), mnl. nl. stam führen auf germ. *stamna- (vgl. dazu das unter Steven, s. d., behandelte Substantiv), während aengl. stemn, stefn, engl. stem germ. *stemni- voraussetzt. Dies läßt sich wie griech. stámnos (στάμνος) ‘großer Krug’, eigentlich ‘stehendes Gefäß’, air. tamun ‘Baumstamm’, toch. A ṣtām ‘Baum’ mit m-Formans von der unter stehen (s. d.) genannten Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ herleiten. Als Ausgangsbedeutung ist ‘Ständer’ anzunehmen. Die übertragene Bedeutung ‘Teil eines Volkes, Volksstamm, Geschlecht, Familie’ (vgl. oben ahd. liutstam) folgt dem Bild des sich nach allen Seiten ausbreitenden Baumes, dessen Äste aus einem gemeinsamen Stamm wachsen. Von einer ähnlichen Vorstellung ausgehend (in der Sprachwissenschaft) ‘einer Ableitung, einer Wortfamilie zugrundeliegendes Wort’ (17. Jh.), dann ‘bedeutungstragender Teil eines Wortes’ ohne wort- und formbildende Elemente, (in der Wirtschaft) ‘Grundstock, Kapital’ im Unterschied zu den Zinsen (18. Jh.), ‘fester Bestand an Personen, Mitarbeitern, Kunden, Mitgliedern’ (19. Jh.). – stammen Vb. ‘seinen Ursprung haben’, mhd. stammen; dafür auch abstammen Vb. (17. Jh.); Abstammung f. ‘Herkunft, Ursprung’ (Ende 17. Jh.). angestammt Part.adj. ‘ererbt, überkommen, althergebracht’ (16. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.). stämmig Adj. ‘(wie ein Baumstamm) kräftig, fest’ (17. Jh.). Stammbaum m. ‘(wie ein Baum mit Geäst dargestelltes) Geschlechtsregister mit dem ältesten Vorfahren als Stamm’ (17. Jh.), vgl. lat. arbor generātiōnis. Stammbuch n. ‘Register, Buch, in das die Mitglieder einer Familie, eines Geschlechts eingetragen werden’ (16. Jh.), dann ‘Buch, in das sich Freunde und Bekannte mit einem Denkspruch eintragen’ (17. Jh.). Stammhalter m. ‘männlicher Nachkomme, der das Geschlecht erhalten soll’ (17. Jh.). Stammvater m. ‘Begründer eines Geschlechts’ (18. Jh.).
2205 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stämmig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Stämmig , -er, -ste, adj. & adv. 1. Von Stamm, der Stamm eines Baumes, und ohne Comparation, einen Stamm habend. Stämmig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stämmig

    Goethe-Wörterbuch

    stämmig [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    stämmig

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    stämmig stämmig 1. eig. einen Stamm habend, so in der Zs. einstämmig . 2. wie ein Stamm, kräftig, stark: stämmig validus…

  4. Spezial
    stämmig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    stäm|mig adj. (kräftig) gaiert (-rc, -rda), stagn (-s, -a), sterch (-rsc, -rscia), da forza. ▬ stämmig er Bursche ‹umor›…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staemmig

8 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von staemmig

staemm + -ig

staemmig leitet sich vom Lemma staemm ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von staemmig 2 Komponenten

stam+mig

staemmig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

staemmig‑ als Erstglied (1 von 1)

staemmig als Zweitglied (4 von 4)

einstämmig

DWB

ein·staemmig

einstämmig , unistirpis, aus éinem stamm: einstämmiges holz, einstämmige balken.

hochstämmig

DWB

hoch·staemmig

hochstämmig , adj. 1 1) einen hohen stamm habend, von bäumen im gegensatz zu niederm gebüsch oder zu zwergbäumen mit unentwickeltem stamme: …

niederstämmig

DWB

nieder·staemmig

niederstämmig , adj. wie kurzstämmig, gegensatz zu hochstämmig: er ( der mordbrenner ) ist ein niderstämmig man. der mordbrenner zeichen u. …

Zweystämmig

Adelung

Zweystämmig , adj. et adv. 1. Zwey Stämme habend, aus zwey Stämmen bestehend. 2. Bey den Holzarbeitern sind zweystämmige Balken, Pfähle, u. …

Ableitungen von staemmig (3 von 3)

gestämmig

DWB

gestämmig , adj. wie stämmig, fest von körperbau Schöpf tirol. id. 698 .

Unstämmig

Campe

Unstämmig , adj . u. adv . nicht stämmig. Davon d. — keit .

urstämmig

DWB

urstämmig , adj. zu urstamm 1, 2: es war umgeben von jenen waldzügen, die so dichtbelaubt, so frei und u. sich sonst nur im süden Deutschlan…