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s¹ken

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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2
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2

Eintrag · Westfälisches Wb.

s¹ken V.

Bd. 5, Sp. 250
so¹ken V. [verbr.] 1. sich bemühen, jmdn. oder etwas Bestimmtes, was man haben möchte, braucht, verloren hat, zu finden. Diene Möime soch dat Brout (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@WestrupWp). Hä söcht de Brille un hïet se op de Nāse (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He sochte mi (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Hai saiket ne nigge Stelle (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). Hei hiät siek ’n wahm Nestken esocht (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Blaum’n seiken Blumenlese (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@GladbeckGb). Buddeln (Hagebutten) soken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Äier sööken Osterbrauch (WmWb). Stiek ne Näggenoatel in en Foeier Hoei un dann soeik se wuier, datt is Lotteruispielen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — Ra.: He weet nich, wo he ’t sööken sall ist mit sich selbst unzufrieden (WmWb). Hoi söch(t) ’t Piard un ritt do-uppe wenn jmd. etwas sucht und der gesuchte Gegenstand offen vor seinem Auge liegt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). De häbbt sik socht un häbbt sik funnen sind verliebt, werden heiraten (WmWb). — Sprichw.: Well ’t meerste söch, daor moss hengaon wenn jmd. bei Verlust oder Brandstiftung auffällig sucht (WmWb). Well alls ann’n rechten Plass häff, is blooß te löi (faul) to’t Sööken (WmWb). Wat sik söcht, dat fint sik (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). — 2. bemüht, bestrebt sein, eine bestimmte Absicht zu erreichen; sich die Realisierung, Erfüllung von etwas wünschen. Sinn Rächt saiken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Wat hïes du hīe te saiken? du bist hier unerwünscht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3. Mit tō¹ und Infinitiv: versuchen, sich bemühen, etwas zu erreichen. Bei tiusken well, söcht te bedreigen (Kr. LippstadtLst Dr). ⟨Präs. 3. Pers. Sing.: ›so¹ket‹ [Kr. HöxterHöx MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Bri], ›so¹kt‹ (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü), socht (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), soch [Kr. LübbeckeLüb Kr. TecklenburgTek Rek], söcht [Kr. MindenMin Kr. MünsterMün Kr. HerfordHfd Lippe Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Hellweg Kr. BürenBür Isl], söch [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal Bek]. Prät.: 1./3. Pers. Sing.: sōch (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB), soch [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Dor], söch (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh), sochte [Kr. MindenMin Kr. TecklenburgTek Lippe Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Kr. SoestSos Kr. BürenBür Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], soche [Hfd], söchte (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), söchen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr); Pl.: sochten [Kr. TecklenburgTek Kr. DetmoldDet Kr. HöxterHöx Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Mes], söchten [Kr. MindenMin Kr. LemgoLem Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Sos], sōchen (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB), sochen [WMünsterl Bek], söchen [Kr. HerfordHfd Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. IserlohnIsl Alt]; Part.: -socht [verbr.], -soch (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl), -sucht (Kr. OlpeOlp Wn)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,973: suchen; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,321: soken; HnVwb 3,897: suchen. Zus.:→ brō²d~, gō¹d~, hē²m~.
2164 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    soken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    soken, sw. v. 1. suchen; trachten nach. 2. besuchen; bes. von Kaufleuten, mit to und af, van, hin und zurück. 3. untersu…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    soken

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    soken , der bart, der alte. Avé Lallemant gaunerth. 4, 669 .

  3. modern
    Dialekt
    s¹kenV.

    Westfälisches Wb.

    so¹ken V. [verbr.] 1. sich bemühen, jmdn. oder etwas Bestimmtes, was man haben möchte, braucht, verloren hat, zu finden.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit soken

12 Bildungen · 0 Erstglied · 10 Zweitglied · 2 Ableitungen

soken als Zweitglied (10 von 10)

ansoken

KöblerMnd

ans·oken

ansoken , sw. V. Vw.: s. anesȫken* (1)

besoken

KöblerMnd

bes·oken

besoken , V. nhd. leugnen E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 46a (besoken)

upsoken

KöblerMnd

upsoken , sw. V. Vw.: s. upsȫken*

ūtsoken

KöblerMnd

ūtsoken , sw. V. Vw.: s. ūtsȫken*

Ableitungen von soken (2 von 2)

besoken

KöblerMnd

besoken , V. nhd. leugnen E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 46a (besoken)

ersoken

KöblerMnd

ersoken , sw. V. Vw.: s. ersȫken (1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „soken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/soken/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „soken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/soken/wwb. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „soken". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/soken/wwb.
BibTeX
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