Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Signatur f.
Signatur f.
Signatur f. ‘Aufschrift, Unterschrift, Unterzeichnung, Standortnummer (eines Buches)’, entlehnt (15. Jh., anfangs in lat. Flexion) aus spätlat. sīgnātūra ‘Kennzeichnung, Kennzeichen’, mlat. ‘Unterschrift, Siegelzeichen’, zu lat. sīgnāre ‘mit einem Zeichen, Siegel-, Prägezeichen, Stempel versehen, (be)zeichnen’, gebildet zu lat. sīgnum (s. Signum). Signatur steht in der Kanzleisprache für ‘(abgekürzte) Unterschrift, Namenszug, Siegel’ (bei Briefen, Akten und Urkunden), seit dem 16. Jh. in der Kaufmannssprache für ‘Bezeichnung, Kennzeichen, Marke’, seit dem 17. Jh. in der Druckersprache für ‘Bogenzeichen’. – signieren Vb. ‘mit einem (Kenn)zeichen versehen, unterschreiben, unterzeichnen’ (15. Jh.), aus lat. sīgnāre (s. oben); in der Kanzleisprache ‘mit einemabgekürzten Namenszug, einer Chiffre, einem Siegel versehen, bestätigen’, dann allgemein ‘mit einer Signatur versehen’, in der Kaufmannssprache ‘unterschreiben’ (16. Jh.), ‘Waren, Frachtgut mit dem Handelszeichen versehen’ (17. Jh.). designieren Vb. ‘für ein Amt vorsehen, bestimmen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. dēsīgnāre ‘bezeichnen, einrichten, anordnen, für ein Amt bestimmen’, zu lat. sīgnāre (s. oben) und de-. signifikant Adj. ‘bezeichnend, bedeutsam, bedeutungsvoll’ (19. Jh.), nach lat. sīgnificāns (Genitiv sīgnificantis) ‘bezeichnend, treffend, deutlich, anschaulich’, Part.adj. zu lat. sīgnificāre (sīgnificātum) ‘ein Zeichen geben’, auch ‘bezeichnen, bedeuten’; vgl. lat. -ficus ‘machend’, zu lat. facere ‘machen, tun’. In der Sprachwissenschaft substantiviert Signifikant m. ‘Bezeichnendes zeichnendes, Wortform, Wortkörper’, daneben Signifikat n. ‘Bezeichnetes, Wortbedeutung’ (20. Jh.). Signet n. ‘Handsiegel, Petschaft, Herkunfts-, Güte-, Firmenzeichen’, entlehnt (14. Jh.) aus mlat. signetum ‘kleines Siegel’, gebildet zu lat. sīgnum (s. Signum).