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schwalg

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwalg m.

Bd. 15, Sp. 2190
schwalch, schwalg, m. (s. auch schwalk). 11) schwalch, schlund, in alter sprache vor allem schlund, tiefe im wasser (zusammenhängend mit nhd. schwelgen, mhd. swelhen, engl. to swallow, altn. svelgja; vgl. ags. swelgend, f., altn. svelgr, abyssus, baratrum): vorago, swalch vel waterbalch. Dief. 629a; vorago, wasser-slund vel swalch nov. gl. 386a. das wort berührt sich mit dem zu swellan gehörenden m. swal (siehe schwall): vor der stadt Dordrecht wart so greselik en swalch des meres, dat se vruchteden de stad scholde vorsinken. quelle bei Schiller-Lübben 4, 483b; ward also en swalch, dat men dar nene grund vinden konde. ebenda; swalg, schlinggrube, abgrund brem. wb. 4, 1109. mit tenuis im auslaut: caribdes, eyn swalck nd. korrespondenzbl. 7, 26; schwallig, eine vom winde ausgerissene stelle am ufer. Jacobsson 4, 75b. im bilde: du lasterbalch unde aller sunden ein swalch. pass. 172, 92 Hahn; nd. swalg, oberster theil der schlundröhre eines thieres, besonders bei ochsen brem. wb. 4, 1108. bei den glockengieszern das loch an einem gieszofen, das vorn in dem gewölbe desselben über dem schürloch angebracht ist, und wodurch die flamme bei zugedecktem schürloch genöthigt wird, in den ofen zu ziehen und sich rund um das zu schmelzende metall auszubreiten. Jacobsson 4, 75a; schwallich Adelung: dasz die eingepreszte flamme schlage zu dem schwalch hinein. Schiller 11, 306. in älterer sprache entwickelt sich von schlund aus die bedeutung schlingerei, schwelgerei: de orde is nicht ingesat umme juwen swalch, laddichgânt unde vreterie. des dodes danz 545. vgl. Schiller-Lübben 4, 483b; hat in weltlichen lüsten und guten tagen vollauff im schwalg gelebt. Lehmann 2, 394. dann persönlich, schwelger, prasser: een dicken swalg brem. wb. 4, 1109; vgl. Strodtmann 237. 22) schwalch, dampf, besonders lichtdampf einer schwelenden lampe. in hochd. sprache niederd. gegenden für nd. swalk. siehe schwalk. 33) schwalch, grosze masse flüssigkeit, kaffee, dünnes bier Albrecht 209a; vielleicht steht es in beziehung zu swalc, swalges, woge, flut (N. v. Jeroschin 4850. 26641), das zu schwellen gehört und gleiche bedeutung wie schwall hat. 44) schwalch, m. feuersglut, -strom Hunziker 328.
2220 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwalg

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schwalg , des -es, plur. die -e, bey den Gleckengießern, eine Öffnung in dem Schmelzofen, durch welche die Flamme au…

  2. modern
    Dialekt
    Schwalg

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Schwalg Band 9, Spalte 1846 Schwalg 9,1846

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwalg

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schwalg 2 Komponenten

sch+walg

schwalg setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwalg‑ als Erstglied (2 von 2)

Schwalges

RhWB

schwal·ges

Schwalges -aljəs, Pl. -əsə vereinzelt OMosfrk in Altk-Herdrf m.: verächtl. Halunke.