Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schuftig
schuftig
Schuft m. ‘Schurke, ehrlose, gemeine Person’ (um 1800), ‘armseliger, häßlicher, heruntergekommener Mensch’ (18. Jh.), ‘verarmter Adliger’ (17. Jh.). Der Ausdruck ist nd. Herkunft, seine literatursprachliche Verwendung folgt dem jeweiligen nd. Gebrauch. Nd. Schuft, Schufft, Schofft gilt als Zusammenziehung von mnd. schūvūt, nd. Schuvuut ‘Uhu’, einer den Ruf des Tieres (als schieb aus gedeuteten) nachahmenden Bezeichnung. Der Name wird als Schimpfwort (Anfang 17. Jh.) auf den wie die Eule das Tageslicht scheuenden verarmten Edelmann und Raubritter übertragen. – schuftig Adj. ‘wie ein Schuft, ehrlos, gemein’ (um 1800), nd. schuftig ‘armselig, zerlumpt, bettelhaft’ (18. Jh.).