Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschSchöppe
Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege
Der Schöppe , des -n, plur. die -n, ein sehr altes Wort, den Beysitzer eines Gerichtes zu bezeichnen, welches noch in ei…
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SprichwörterSchöppe
Wander (Sprichwörter)
Schöppe Schöppe (s. Schöffe). 1. Die jüngsten Schöppen fällen das Urtel. Wenn junge Leute etwas besser wissen wollen als…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schoeppe
41 Bildungen · 30 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen
Zerlegung von schoeppe 2 Komponenten
schoeppe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.
schoeppe‑ als Erstglied (30 von 30)
Schöppeken
WWB
Schöppeken n. [verstr.] Holzschuppen, offene, kleine Scheune; kleiner Raum neben der Tennentür ( Alt Ei).
Schöppeler
PfWB
Schöppeler m. : ' Säufer ', Scheppeleʳ [ KU-Schmittw/O ].
schöppeln
DWB
schöppeln , verb. gern einen schoppen trinken, abends ins wirtshaus gehen Campe, mundartliches wort: schweiz. Stalder 2, 348 , schöple Seile…
Schöppenbank
Adelung
Die Schöppenbank , plur. die -bänke, da, wo die Beysitzer eines Gerichtes noch unter dem Nahmen der Schöppen bekannt sind, der Sitz derselbe…
Schöppenbar
Adelung
Schöppenbar , adj. et adv. welches ehedem gangbarer war als jetzt, einen Schöppen in einem obern Gerichte an Würde und Vorzügen gleich.
Schöppenbrot
Adelung
Das Schöppenbrot , des -es, plur. die -e, zu Halle in Sachsen, gewisse Brote, welche den Schöppen alle hohe Feste in das Haus geschickt werd…
Schöppenbuch
Campe
Das Schöppenbuch , — es, Mz. — bücher , an manchen Orten wo Schöppengerichte sind, das Gerichtsbuch in einem Schöppengerichte.
schöppenchronik
DWBQVZ
--- die Magdeburger schöppenchronik. hg. v. K. Janicke. in: die chroniken der niedersächsischen städte. Magdeburg. 1—2: Leipzig 1869—99. (= …
Schöppeneid
Campe
Der Schöppeneid , — es, Mz. — e , der Eid eines Schöppen. Frisch. Bei Oberlin Schöffeleid .
Schöppengericht
Campe
Das Schöppengericht , — es, Mz. — e , ein mit Schöppen besetztes Gericht; der Schöppenstuhl, S. d.
schöppen I
RhWB
schöppen I -o-, –ø- = stossen s. schuppen IV;
schöppen II
RhWB
schöppen II -- = schöpfen s. scheppen;
schöppen III
RhWB
schöppen III -ø- = schaufeln s. schüppen bei Schüppe;
Schöppenkammer
Campe
✱ Die Schöppenkammer , Mz. — n , die Kammer, der Ort, wo sich die Schöppen versammeln.
Schöppenkiste
Campe
✱ Die Schöppenkiste , Mz. — n , die Kiste, in welcher die Gerichtssiegel und Bücher der Schöppen verwahret wurden.
Schöppenmeister
Campe
Der Schöppenmeister , — s, Mz . gl. ein Vorgesetzter der Schöppen. Haltaus.
Schöppenpferd
Campe
Das Schöppenpferd , — es, Mz. — e , an manchen Orten, das beste Pferd eines Dorfschöppen, welches bei seinem Tode dem Gerichtsherrn zufällt;…
Schöppenrecht
Campe
Das Schöppenrecht , — es, Mz . u. das Recht einen Schöppenstuhl oder Schöppengericht zu haben.
Schöppenschlag
Campe
† Der Schöppenschlag , — es, Mz . u. in einigen Gegenden als Sammelwort, die abgehauenen Schöpfe und Äste von den Bäumen; auch der Schuppens…
Schöppenschreiber
Adelung
Der Schöppenschreiber , des -s, plur. ut nom. sing. der Schreiber in einem mit Schöppen besetzten Gerichte.
Schöppenstädt
Wander
Schöppenstädt Er ist aus Schöppenstädt. – Braun, I, 3966.
Schöppenstädter
Wander
Schöppenstädter Es sind Schöppenstädter.
Schöppenstube
Adelung
Die Schöppenstube , plur. die -n, eigentlich die Stube, oder das Zimmer, worin sich die Schöppen versammeln, die Gerichtsstube; an einigen O…
Schöppenstuhl
Adelung
Der Schöppenstuhl , des -es, plur. die -stühle. 1) In weiterer, aber jetzt ungewöhnlicherer Bedeutung, ein jedes mit Schöppen besetztes Geri…
schöppenstuhlsakten
DWBQVZ
schöppenstuhlsakten s. material.
Schöpper, Jac
DWBQVZ
Schöpper, Jac. *1514 Dortmund †1554 ebd.
Schöpperke
Wander
Schöpperke Wer söck als Schöpperke utgöfft, mot ok als Schöpperke fahre. (S. Hund 1279-1281.)
schöpperlein
DWB
schöpperlein , n. , et schäpperlein, das, crotalum Stieler nachschusz 25 b .
Schöpperling
WWB
Schöpperling m. flacher Kartoffelkuchen, der im oder am Ofen gebacken wird ( Wal Bh).
schöpperln
PfWB
schöpperln s. halbschöpperln .
‑schoeppe als Zweitglied (11 von 11)
Bêrnsteinschöppe
Adelung
Der Bêrnsteinschöppe , des -n, plur. die -n, in Preußen, der Schöppe, oder Beysitzer des Bernsteingerichtes.
dorfschöppe
DWB
dorfschöppe , m. judicii ruralis assessor.
Fehmschöppe
Adelung
Der Fehmschöppe , des -n, plur. die -n, S. 1 Fehm.
Fêldschöppe
Adelung
Der Fêldschöppe , des -n, plur. die -n, der Schöppe oder Beysitzer eines Feldgerichtes; im Oberdeutschen auch wohl zuweilen so viel als ein …
Freyschöppe
Adelung
Der Freyschöppe , des -s, plur. die -n, ein Schöppe, d. i. Beysitzer, der ehemaligen Freygerichte in Westphalen. S. Adelung Freygericht .
Gerichtsschöppe
Adelung
Der Gerichtsschöppe , des -n, plur. die -n, der Schöppe oder Beysitzer eines Gerichtes. Auf einigen Dörfern wird auch der Richter unter den …
Hofschöppe
Adelung
Der Hofschöppe , des -n, plur. die -n, in Schlesien, der Schöppe oder Beysitzer eines Hofgerichtes, welcher daselbst auch der Erbschulze gen…
Landschöppe
Adelung
Der Landschöppe , des -n, plur. die -n. 1) Der Schöppe, d. i. Beysitzer, eines Land- oder Provinzial Gerichtes. So werden die Beysitzer der …
Sêndschöppe
Adelung
Der Sêndschöppe , des -n, plur. die -n, der Schöppe, oder Beysitzer in einem Sendgerichte.
Thalschöppe
Adelung
Der Thalschöppe , des -n, plur. die -n, eben daselbst, ein Schöppe oder Beysitzer in dem Thalgerichte.
Zêntschöppe
Adelung
Der Zêntschöppe , des -n, plur. die -n, der Schöppe, oder Beysitzer in einem Zentgerichte.
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Cotta, M. (2026). „schoeppe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schoeppe/dwb
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Cotta, Marcel. „schoeppe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schoeppe/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schoeppe". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schoeppe/dwb.
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