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Schnade

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schnade

Bd. 7, Sp. 1534
Schnade das Wort zu mhd. snatte, spätahd. snatta »Spur eines Schnittes«; nd. snad, sned »hölzerner Stiel der Sichel«, ags., altengl. snaed, engl. snath; nd. snât »Grenze«; nach der mdl. Bed. auf snack hinweisend, aber nirgends geschlossen mehr, Verbr. in Trier, in der WEif, im Westerw, Rip, Nfrk, je nach Bed. in verschiedenen Geb., in der MA. teils auf snade, teils auf snâde (-:-) zurückgehend f.: 1.a. -ā:t Neuw-Datzeroth, Altk-Flammersf; -a- kurköln. Neuw, Sieg [-ę- Fussh], südl. Siegen, Pl. -də(n) dünnes Reis, noch am Baum, Strauch, das etwa beim Durchschreiten des Waldes einem ins Gesicht schlägt, aber auch abgeschnittenes, etwa 1 m langes R., Pl. dünnes Reisig (dön Schn. ist also dünner als eine Schmucke); en Schn. Holz; de decke Klöppele us de Schn.ə erusdohn Sieg, Neuw, Altk (urkdl. was deure (dürre) Schnaden oder reisser seind, dass soll nicht gefroecht [gerügt] werden Sieg-ODollend 1651); abseits -dən Pl. t. ganz dünnes Reisigholz, zum Feueranzünden Trier-Fell Heidenbg Mehring. — b. im bes. -ā:t, Pl. -də Birkenreis u. Birke schlechthin Neuw (nicht kurköln.); Schnadebam Birkenbaum. — c. -·ə., Pl. n. α. Weidengerte MGladb-Hoven (urkdl. so sal eyn jeder hoifman, der syner wyden gesynt (gesinnt), alle jair zwelf borden wyden op eyn dragen und dye snodden up dem gemeynden laessen lygen Jül-Altd 1565). — β. m. Sprössling von Stachelbeersträuchern u. ähnlichen Str. MGladb-Viersen, Kemp-AmernSAnton, Geld-Straelen. — d. -at, Pl. -də Pfropfreis, zum Veredeln der Obstbäume Kobl-Stdt, Aden-Kaltenborn, Ahrw-Sinzig. — e. Haferrispe, u. zwar -ā:t, Pl. -dən MülhRh-Altenbg, uWupp, Sol, Lennep, Mettm-Cronenbg; -āt, Pl. -āə Wippf; -ā, Pl. -ən Lennep, Gummb-Schwarzenbergisch, Waldbr-Morsb OAgger; -ār, Pl. -rən Gummb-Homburgisch; u. -ār, Pl. Siegld; -ā, Pl. Altk-Elkenr Hinhsn Katzenb Kötting Sassenr; -ār Altk-Wildenbg u. Hommelsbg Eupel Peterslahr NHövels (-a-) Steineb; -r Helbert Weitef; weiterhin ablautende Formen: -ǫt, Pl. -də(n) Sieg, MülhRh, Köln-Widdersd; -ǫ·r.ə Pl. Bergh-Hüchelhv, Neuss, Grevbr-Evinghv Neuenhsn; -ǫdər Köln-Mengenich; -:t, Pl. -dən Elbf, Mettm; -:r, Pl. -rən Düss-Hucking, Mettm-UDönbg, Kref-Fischeln, Mörs-Neuk Vinn; -, Pl. -ə NMörs, Geld, Klev u. Rees-Krudenbg, Dinsl-Möllen [-ū Klev-Asperden Hassum Nütterden; -øy Geld-Hartef Wachtendonk; de Hawer steaht e der Schn., hät de Schn. Siegld, Allg. s. Schode II. — f. -ā:t, Pl. -dən Reihe gemähten Grases, Getreides; et Gras (Korn) lit op Schn.ən Sol; -ā, Pl. Gummb-Dümmlinghsn Hesselb (u. šlā). — g. -ā:t, Pl. -də dickes Stück Fleisch, geschmierte dicke Schnitte Brot Eusk-Dirmerzh Lessenich, Sieg-Honnef; -at Sieg-Honnef; -ā:t Prüm-Steffeln; -:t Abschnitt, du krigs gen Schn. mih nichts mehr uWupp. — h. Sg. t. f.: Mauser; et Houhn es in der Schn. Gummb-Wiedenest; -ǫrə f. Wippf-Dohrgaul. — i. ablautend snât > -:t, –·ə.-, Pl. -·ə. m., f. α. Sensenbaum Eup-Raeren, Jül-Linnich, Aach-Eilend, Geilk-Brachelen, Erk-Rurich, WSelfk (n.), -ō·ə.- Sg. f. Aach-Berensbg; -:t, Pl. -dən Mettm-Haan (veralt.); -ū·ə.t MGladb (Stiel des Dreschflegels); -t, Pl. -ə Rees-Weselerwald; -t, Pl. -dən Klüppel, mit dem man etwa in einen Baum wirft Mörs-Repelen. — β. Angelschnur; he is mit de Schn. an't Fösche WSelfk; -:t Angelschnur mit Kork u. Eisenkugel Sieg-Mond. — γ. Peitschenriemen Heinsb-Obspringen. — δ. Treibschnur, Riemen am Spinnrad Heinsb-Lümb. — ε. - leere Schale von Hülsenfrüchten Rees, Mörs-OMörmter. — 2. zu mhd. snate, snatte »Striemen«. a. aufgelaufener Striemen, Schmarre, Narbe in der Haut, durch Schläge, Schneiden, Druck entstanden, u. zwar -āt, Pl. -ādən m., Demin. -Edχən NPrüm, Schleid-Hellenth; -ā:t, Pl. -dən f. Sol; -ōt, –-, Pl. -dən Bitb-Bickend Dudeld Speicher, Wittl-Binsf Meerf OKail, Prüm-Mürlenb; -:t, Pl. -də f. Malm-Bütgenb, Monsch-Kalterherbg Rohren Stdt, uWupp, Elbf, Wermelsk; -·ə., Pl. -·ə. f. Eup-Stdt, Geilk-Würm, Heinsb-Karken Lümb Porselen Wassenbg; -ā:l, Pl. -lə f. Bergh-Bedbg Elsd NEmbt, Grevbr-Aldenhv Garzw, Jül-Aldenhv, MGladb-Mülfort Odenk; -·ə. Erk-Wegbg, MGladb; s. auch Schnader; dau hos jo Schn.ən on den Hänen (Händen) Wittl, Allg.; Schmutzstreifen in der Leinwand; de Sch.ən gihn net ger aus Wittl-Binsf. — b. -:t, Pl. -də f. Linie Malm-Bütgenb. — c. -dən Pl. Karrengeleise Wittl-OKail. — d. -də Pl. Birnensorte Bernk-Lösnich. — e. -āt, Pl. -dən m. Motte, Mücke Prüm-Reuth. — Anm.: Auffallend sind hier die stark auseinanderfallenden Bed. des behandelten Wortes, so dass wohl verschiedene etym. Herkunft angenommen werden muss.
4610 Zeichen · 158 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchnadeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Die Schnade , Mz. — n , ein Haferhalm. Hulsius.

  2. modern
    Dialekt
    Schnade

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schnade das Wort zu mhd. snatte , spätahd. snatta »Spur eines Schnittes«; nd. snad, sned »hölzerner Stiel der Sichel«, a…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnade

17 Bildungen · 17 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schnade 2 Komponenten

sch+n+ade

schnade setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnade‑ als Erstglied (17 von 17)

schnadeleⁿ

Idiotikon

schnadeleⁿ Band 9, Spalte 1074 schnadeleⁿ -ä- 9,1074

Schnaderbüchse

Wander

schnader·buechse

Schnaderbüchse I gib meiner Schnoaderbichsen net umsunst z' essen. ( Niederösterreich. ) Wer von seinem Munde einen starken Gebrauch macht.

Schnadereteⁿ

Idiotikon

Schnadereteⁿ Band 9, Spalte 1077 Schnadereteⁿ -ä- 9,1077

schnaderfett

RhWB

schnader·fett

schnader-fett  Aden , Ahrw , OSchleid , Eusk , Rheinb , Bo Adj.: sehr f. gefüttert, schwabbelig.

Schnadergatzi

Wander

Schnadergatzi Sie ist e Schnadergätzi. Eine Schwätzerin. (S. Märliträger.)

Schnaderhüpfel

Pfeifer_etym

Schnada-, Schnaderhüpfel n. bair. öst. aus dem Stegreif gesungener Vier- oder Zweizeiler, heiter, spöttisch oder zeitkritisch (19. Jh.), woh…

Schnaderhüpfeln

Meyers

schnader·huepfeln

Schnaderhüpfeln ( Schnadahüpfeln ), bei den Alpenbewohnern in Bayern, Tirol und Steiermark improvisierte epigrammartige Gedichte, die immer …

Schnaderhüpferl

FiloSlov

Schnaderhüpferl , n частушка , ж → FiloSlov Gstanzl, n → FiloSlov Trutzgsangl, n

Schnaderhüpfel

Herder

Schnaderhüpfel , in den tyrol. und bayer. Alpen einstrophige, gereimte Volkslieder, erotischen od. satirischen Inhalts, gewöhnlich improvisi…

schnaderächt

Idiotikon

schnaderächt Band 9, Spalte 1075 schnaderächt 9,1075