Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schnabeln verb.
schnabeln , verb. , erst nhd. bildung zu schnabel, mit dem schnabel eine thätigkeit vornehmen. 1 1) im boden kratzen, wühlen: fengt er ( der hahn ) an dem boden zu schnabeln, scharret mit den zween mistgabeln, und rufft guck, guck, currith, merck auff. Rollenhagen froschm. II 4 b . 2 2) als zeichen der liebe gegenseitig den schnabel berühren, von den vögeln auch auf menschen übertragen ( vgl. schnäbeln ), nd. sik snaveln, sich schnäbeln, wie die tauben, sich küssen brem. wb. 4, 886; und dasz den täublein gleich wir nun einander schnabelen, mit küssen nectar-gleich begabelen, erlabelen. Weckher…