Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Schmiergeld
Schmiergeld, n.
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dahingegen bey disem reglement [der diaͤten fuͤr unsere heßische diener] alle neben-rechnung, tranck- kost- und schmier-gelder wegfallen und ... nur fuhrlohn und chaisen-reparaturen gut gethan wird1741 Moser,Hofr. II Beil. 96 Faksimile
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bey extraposten sind 2 gr. schmiergeld, sowohl bey eigenem geschirr, als bey den postkaleschen, zu bezahlen, bey den ordinaͤren posten aber gar nichts1764 Schwarz,LausWB. IV 258 Faksimile
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bedient er [der reisende] sich der calesche des postmeisters gegen die geordnete bezahlung von sechs guten groschen fuͤr jede station, so darf kein besonderes schmiergeld genommen werden1788 NCCPruss. VIII 2221 Faksimile
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[die reisenden haben] fuͤr die bestellung der extrapost ... außer den bestellungs-gebuͤhren bei jeder fuhr annoch 2 ggr. zum schmiergelde zu erlegen1790 BrschwWolfenbPromt. VI 115
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schmiergeld per station auf eine kutsche oder chaise, 12 kr.1808 WirtRealIndex III 507 Faksimile
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kläger bekömmt auch 6 gr. schmier-geld und 2 gr. wegen seines amtes jährlich aus der kirchen1673 CöllnKons. 253
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steekpenning: ... schmiergeld, heimliches geschenk, das man jemand in die hand steckt ... [man kann zB.] den richter schmieren1759 Kramer,WB. I 1602