Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schmetten
Schmetten
Schmetterling m. in vielen Arten vorkommendes Insekt mit zwei beschuppten, buntgemusterten Flügelpaaren, ‘Falter’. Um die Mitte des 18. Jhs. wird omd. Schmetterling (zuerst Schmetterlinck, Leipzig um 1500) in die nhd. Literatursprache aufgenommen. Der wohl aus *Schmettenling dissimilierte Name ist offensichtlich zu südostd. omd. Schmetten m. ‘Sahne, Rahm’ (s. Sahne) gebildet, einer Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. tschech. smetana, und beruht auf dem Volksglauben, daß Hexen in Schmetterlingsgestalt fliegen, um Milch und Rahm zu stehlen; vgl. andere landschaftliche Bezeichnungen wie Buttervogel, Milch-, Molkendieb, -stehler sowie engl. butterfly.