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schlampig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schlampig

schlampig

schlampen Vb. ‘lose und nachlässig herabhängen, (um den Körper) schlenkern, unordentlich sein oder arbeiten’, spätmhd. slampen, frühnhd. schlampen ‘schlaff, schlottrig herabhängen’ (15. Jh.). Schlamp m. ‘üppiges Gastmahl, Gelage, Schleppe (am Kleid), nachlässiger, ungepflegter Mensch’ (16. Jh.). 1Schlampe f. ‘unordentliche, nachlässige, ungepflegte Frau’ (17. Jh.). Das Verb und die Substantive bilden eine vor allem in Umgangssprache und Mundarten verbreitete wort- und lautspielerisch weiterentwickelte Wortgruppe, vgl. spätmhd. slampieren ‘unmäßig essen’, schlampen, schlampern ‘gierig und geräuschvoll essen, nachlässig gehen, sich herumtreiben’. 2Schlampe, Schlampen m. ‘Lumpen, Fetzen’. Einfluß teils von Schlamm, teils von schlemmen (s. d.) und Rückführung auf ie. *(s)lemb(h)-, die nasalierte Form der unter Lappen (s. d.) genannten Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’, die hier (wie auch in schlafen, schlaff, schlapp, s. d.) mit anlautendem s- auftritt, ist möglich. Dazu die Streckformen schlampampen Vb. ‘schmatzend, gierig essen, üppig schlemmen, prassen’ (16. Jh.), mnd. nl. slampampen. Schlampamp m. ‘üppiges Essen, Schmaus, Gelage’ (16. Jh.); vereinzelt Schlampamp(en) n. ‘Schlaraffenland’ (16. Jh.). Schlampampe f. ‘unordentliche, nachlässige, ungepflegte Frau’, literarisch bezeugt bei Chr. Reuter (im Titel) „… der ehrlichen Frau Schlampampe Krankheit“ (1696). Auch ‘schlechtes Getränk, Gesöff’ (19. Jh.). Vgl. nl. slampamper ‘Schmarotzer’. schlampig Adj. ‘schlaff, schlottrig, schmutzig, nachlässig, ungepflegt, liederlich’ (16. Jh.), anfangs auch schlampet (16. Jh.). Schlamperei f. ‘liederliche Lebensart, nachlässige Verfahrensweise, Unordnung’ (19. Jh.).
1703 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlampigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Schlampig , — er, — ste , adj . u. adv . 1) Schlampe, d. h. eine dünne Flüssigkeit enthaltend, derselben ähnlich. Ein …

  2. modern
    Dialekt
    schlampig

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    schlampig Band 9, Spalte 559 schlampig 9,559

  3. Sprichwörter
    Schlampig

    Wander (Sprichwörter)

    Schlampig Schlampig macht wampig. – Eiselein, 550; Simrock, 9062.

  4. Spezial
    schlampig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schlam|pig adj. 1 (unordentlich) da slober, surafora, superfizial (-ai, -a) 2 (nachlässig) dejordiné (-ná, -nada) 3 (in …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlampig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schlampig

schlamp + -ig

schlampig leitet sich vom Lemma schlamp ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von schlampig 2 Komponenten

sch+lampig

schlampig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlampig‑ als Erstglied (1 von 1)

schlampig als Zweitglied (1 von 1)

g(e)schlampig

Idiotikon

g(e)schlampig Band 9, Spalte 559 g(e)schlampig 9,559

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlampig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlampig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schlampig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlampig/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlampig". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlampig/pfeifer_etym.
BibTeX
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